Donnerstag, 9. Februar 2012, 23:12 Uhr

manager magazin



03.05.2010
 

Fünf-Milliarden-Deal

Norsk Hydro kauft Vales Alusparte

Norwegens Staatskonzern Norsk Hydro sichert sich die Bauxitzufuhr für 100 Jahre. Mit der Übernahme des Aluminiumgeschäfts des brasilianischen Rohstoffriesen Vale hat Hydro seine eigene Rohstoffbasis. Der Deal kostet knapp fünf Milliarden Dollar.

Oslo - Der norwegische Aluminiumhersteller Norsk Hydro Chart zeigen kauft für 4,9 Milliarden Dollar inklusive Schulden das Aluminiumgeschäft des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale Chart zeigen. Damit sichert sich das Unternehmen nach Angaben vom Sonntag Zugriff auf große Bauxitvorhaben und Kapazitäten zur Herstellung von Aluminium.

Aluminumrollen: Bauxit ist der wichtigste Rohstoff
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Getty Images

Aluminumrollen: Bauxit ist der wichtigste Rohstoff

Hydro sichert sich damit unter anderem die Kontrolle über eine der größten Bauxitminen der Welt. Damit habe man Zugang zu mehr Bauxit, dem wichtigsten Rohstoff für die Aluminiumproduktion, als Hydro selbst benötige, hieß es in Oslo. "Die Transaktion macht Hydro zu einem vollintegrierten Aluminiumhersteller. Sie sichert die Bauxitversorgung auf eine Sicht von 100 Jahren", teilte das Unternehmen mit.

Im Gegenzug erhält der weltgrößte Eisenerzkonzern Vale 1,1 Milliarden Dollar in bar und einen 22-Prozent-Anteil an Norsk Hydro, der im Zuge der Transaktion mit 3,1 Milliarden Dollar bewertet wird. Es handelt sich um den bislang größten Zukauf eines norwegischen Unternehmens im Ausland. Finanzieren will Norsk Hydro die Übernahme unter anderem durch eine Kapitalerhöhung im Volumen von 1,7 Milliarden Dollar.

Hydros Haupteigner, der norwegische Staat, wird sich den Angaben zufolge daran beteiligen. Durch die künftige Beteiligung Vales an Norsk wird der Anteil des Staates an dem norwegischen Konzern jedoch auf 34,5 Prozent von 43,8 Prozent sinken. Hydro übernimmt im Zuge der Transaktion rund 3600 Mitarbeiter von Vale. Die Schulden der übernommenen Aluminiumsparte belaufen sich dem norwegischen Unternehmen zufolge auf 700 Millionen Dollar.

manager magazin mit Material von reuters und dpa-afx

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