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02.05.2010
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Karstadt

Alles wieder offen

2. Teil: "Das Geschäft ist durchfinanziert bis Weihnachten"

Die Widerstände sind nach einem Bericht des "Focus" von Sonntag inzwischen aber geringer. Ein Gespräch von Triton und Belegschaftsvertretern am Freitag habe dazu beigetragen, berichtete das Nachrichtenmagazin. Demnach hat sich bei den Mitarbeitervertretern inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt, dass sie froh sein könnten, wenn überhaupt ein Investor für Karstadt gefunden wird. Der Karstadt-Gesamtbetriebsratschef Hellmut Patzelt und seine Kollegen hatten den Plan am vergangenen Montag noch als "höchst unmoralisch" bezeichnet.

Profitabler Wettbewerber: Kaufhof besitzt immerhin die Hälfte der selbst genutzten Immobilien
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DPA

Profitabler Wettbewerber: Kaufhof besitzt immerhin die Hälfte der selbst genutzten Immobilien

Investoren haben derzeit sogar die seltene Chance, gleich beide großen Warenhausketten in Deutschland zu kaufen. Der Handelskonzern Metro Chart zeigen will beim Verkauf seiner Warenhaustochter Kaufhof einen Milliardenerlös erzielen und damit zusätzlichen Spielraum für seine Auslandsexpansion gewinnen. Ein angemessener Preis für Kaufhof liege derzeit bei zwei bis drei Milliarden Euro, sagte Metro-Konzernchef Eckhard Cordes am Freitag in Düsseldorf bei der Vorlage der Quartalsbilanz. Wann es zum Verkauf von Kaufhof komme, sei derzeit noch nicht absehbar. Kaufhof betreibt 140 Filialen in Deutschland und Belgien mit rund 25.000 Mitarbeitern. Dem Vernehmen nach sollen es vor allem ausländische Finanzinvestoren sein, die ein Auge auf die profitable Kette geworfen haben.

Die Gläubiger von Karstadt hatten die Frist für eine Einigung in dieser Woche bis zum 28. Mai verlängert. Fox sagte: "Wir stehen unter keinem finanziellen Druck, einen Investor zu finden. Das Geschäft ist durchfinanziert bis Weihnachten." Görg hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, der Umsatz sei in den sechs Monaten bis Ende März leicht unter den Planungen, der Gewinn aber etwas darüber gelegen.

Karstadt war 2009 zusammen mit seinem Mutterkonzern Arcandor Pleite gegangen, zu dem auch das traditionsreiche Versandhaus Quelle gehörte. Der Insolvenzverwalter will 120 Karstadt-Filialen an einen Bieter verkaufen und so eine Zerschlagung des Unternehmens vermeiden. Dort sind rund 26.000 Mitarbeiter beschäftigt.

manager magazin mit Material von reuters, afp, dpa und ddp

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