Die Widerstände sind nach einem Bericht des "Focus" von Sonntag inzwischen aber geringer. Ein Gespräch von Triton und Belegschaftsvertretern am Freitag habe dazu beigetragen, berichtete das Nachrichtenmagazin. Demnach hat sich bei den Mitarbeitervertretern inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt, dass sie froh sein könnten, wenn überhaupt ein Investor für Karstadt gefunden wird. Der Karstadt-Gesamtbetriebsratschef Hellmut Patzelt und seine Kollegen hatten den Plan am vergangenen Montag noch als "höchst unmoralisch" bezeichnet.
Investoren haben derzeit sogar die seltene Chance, gleich beide großen Warenhausketten in Deutschland zu kaufen. Der Handelskonzern Metro
Die Gläubiger von Karstadt hatten die Frist für eine Einigung in dieser Woche bis zum 28. Mai verlängert. Fox sagte: "Wir stehen unter keinem finanziellen Druck, einen Investor zu finden. Das Geschäft ist durchfinanziert bis Weihnachten." Görg hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, der Umsatz sei in den sechs Monaten bis Ende März leicht unter den Planungen, der Gewinn aber etwas darüber gelegen.
Karstadt war 2009 zusammen mit seinem Mutterkonzern Arcandor Pleite gegangen, zu dem auch das traditionsreiche Versandhaus Quelle gehörte. Der Insolvenzverwalter will 120 Karstadt-Filialen an einen Bieter verkaufen und so eine Zerschlagung des Unternehmens vermeiden. Dort sind rund 26.000 Mitarbeiter beschäftigt.
manager magazin mit Material von reuters, afp, dpa und ddp
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