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02.05.2010
 

Karstadt

Alles wieder offen

Der Finanzinvestor Triton bekommt Konkurrenz im Ringen um die insolvente Warenhauskette Karstadt. Nach der Fristverlängerung gibt es wieder mehrere Optionen. Auch die Vermieter um Goldman Sachs könnten noch eingreifen, selbst ein Zusammenschluss mit Kaufhof ist denkbar. Der Insolvenzverwalter sieht sich nicht unter Druck.

Essen - "Am Freitag hat sich ein weiterer interessierter Investor bei mir gemeldet", sagt Rolf Weidmann, der für Karstadt zuständige Mitarbeiter von Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" einem Vorabbericht zufolge. Er habe ihn an die Investmentbank Merrill Lynch verwiesen, die den Verkaufsprozess für Karstadt organisiert.

Offenes Spiel: Das letzte Wort über den Verkauf von Karstadt haben die Gläubiger - darunter die Beschäftigten und das Vermieterkonsortium um Goldman Sachs
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DPA

Offenes Spiel: Das letzte Wort über den Verkauf von Karstadt haben die Gläubiger - darunter die Beschäftigten und das Vermieterkonsortium um Goldman Sachs

"Seit die Halbjahreszahlen im Datenraum liegen, hat das Interesse an Karstadt nochmals deutlich zugenommen", sagte der Chefsanierer der Warenhauskette, Thomas Fox, der Zeitung. Ein Sprecher Görgs wollte sich zur Identität des Investors nicht äußern. Finanzkreisen zufolge liegt von ihm bisher aber kein formelles Angebot vor.

Es handele sich auch nicht um das Vermieter-Konsortium Highstreet, das ein eigenes Angebot prüft, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Der Eigentümer von zwei Drittel der 120 Karstadt-Häuser sichtet bereits die Geschäftszahlen im Datenraum. Fox hält das Konsortium unter der Führung der Investmentbank Goldman Sachs Chart zeigen als Käufer für denkbar: "Für die Vermieterseite könnte ein Kauf ökonomisch Sinn ergeben", sagte der Sanierungsspezialist der Zeitung. Die Vermieter müssen bei einem Verkauf an die deutsch- schwedische Triton Einbußen fürchten.

Triton hatte vor einer Woche als einziger von sechs Interessenten fristgerecht eine Offerte für die Warenhauskette abgegeben, fordert aber von Highstreet und der Belegschaft finanzielle Zugeständnisse und mehr Flexibilität.

Ein mögliches Engagement von Triton war auf Kritik der Arbeitnehmer gestoßen. Medienberichten zufolge will Triton 4000 Stellen bei Karstadt abbauen. Zudem sieht der Investor nach eigenen Angaben neben zu hohen Mieten "inflexible Vergütungsstrukturen" als besonderes Problem. Er forderte unter anderem "leistungsbezogene Vergütungsstrukturen, flexible, an der Kundenfrequenz ausgerichtete Arbeitszeitregelungen".

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