Wiesbaden - Der Seehandel kommt offenbar wieder in Gang. Deutsche Fondsanbieter verzeichnen einen deutlichen Rückgang beschäftigungsloser Schiffe. Die Zahl sank seit November um 40 Prozent auf aktuell 81 Schiffe, teilte die Ratingagentur Feri mit. Weltweit lägen aber noch 8,9 Prozent der Containerfrachter ohne Auftrag in Häfen oder vor Anker.
Aktien des Hamburger Hafens
Dieser Trend halte auch 2010 an. Ein weiterer Händler betonte, der Baltic Dry Index, ein Preisindex für das Verschiffen von Hauptfrachtgütern, halte sich über 3000 Punkten, was Schifffahrts-Aktien helfe. Hinzu komme, dass die HHLA-Aktie einen charttechnischen Widerstand bei 29,15 Euro überwunden habe.
Die deutschen Seehäfen hatten 2009 unter der Flaute des Welthandels besonders gelitten. Der Umschlag ging nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes um 17,2 Prozent zurück. Mit 265,4 Millionen Tonnen sackte der Umschlag auf das Niveau von 2004. Die Rückgänge bei Seegütern fielen stärker aus als in der Binnenschifffahrt (-16,8 Prozent) und im Schienenverkehr (-15,9 Prozent). Bei der Luftfracht betrug das Minus 6,1 Prozent.
Den stärksten Einbruch erlebte der Containerverkehr. Die Menge der umgeschlagenen Standardcontainer (TEU) fiel um 3,8 auf knapp 12 Millionen und damit auf die Menge von 2005 zurück. Zum Jahresende entspannte sich die Situation wieder.
Von den mit Seeschiffen transportierten Gütern verzeichneten Eisen und andere Metalle mit einem Minus von mehr als 36 Prozent den größten Rückgang. Es folgen Erze und Metallabfälle (-28,7 Prozent). Den geringsten Einbruch gab es bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen (-3,5 Prozent) und festen mineralischen Brennstoffen (-5,5 Prozent).
manager magazin mit Material von dpa
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