Donnerstag, 9. Februar 2012, 23:10 Uhr

manager magazin



20.04.2010
 

Nach dem Einbruch

Schifffahrt kommt langsam wieder in Gang

Fondsanbieter verzeichnen eine sinkende Zahl beschäftigungsloser Schiffe. Auch in den Häfen gibt es wieder mehr zu tun. Die Branche hat den leichten Aufschwung bitter nötig. 2009 brach der Umschlag in den Häfen um 17 Prozent ein.

Wiesbaden - Der Seehandel kommt offenbar wieder in Gang. Deutsche Fondsanbieter verzeichnen einen deutlichen Rückgang beschäftigungsloser Schiffe. Die Zahl sank seit November um 40 Prozent auf aktuell 81 Schiffe, teilte die Ratingagentur Feri mit. Weltweit lägen aber noch 8,9 Prozent der Containerfrachter ohne Auftrag in Häfen oder vor Anker.

In Bewegung: Container im Hamburger Hafen
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DDP

In Bewegung: Container im Hamburger Hafen

Aktien des Hamburger Hafens Chart zeigen haben am Dienstag kräftig zugelegt und 3,88 Prozent auf 28,90 Euro gewonnen. Händler verwiesen darauf, dass die deutschen Seehäfen 2009 zwar insgesamt deutlich weniger umgesetzt hätten, zum Jahresende jedoch deutliche Ansätze einer Erholung erkennbar gewesen seien.

Dieser Trend halte auch 2010 an. Ein weiterer Händler betonte, der Baltic Dry Index, ein Preisindex für das Verschiffen von Hauptfrachtgütern, halte sich über 3000 Punkten, was Schifffahrts-Aktien helfe. Hinzu komme, dass die HHLA-Aktie einen charttechnischen Widerstand bei 29,15 Euro überwunden habe.

Die deutschen Seehäfen hatten 2009 unter der Flaute des Welthandels besonders gelitten. Der Umschlag ging nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes um 17,2 Prozent zurück. Mit 265,4 Millionen Tonnen sackte der Umschlag auf das Niveau von 2004. Die Rückgänge bei Seegütern fielen stärker aus als in der Binnenschifffahrt (-16,8 Prozent) und im Schienenverkehr (-15,9 Prozent). Bei der Luftfracht betrug das Minus 6,1 Prozent.

Den stärksten Einbruch erlebte der Containerverkehr. Die Menge der umgeschlagenen Standardcontainer (TEU) fiel um 3,8 auf knapp 12 Millionen und damit auf die Menge von 2005 zurück. Zum Jahresende entspannte sich die Situation wieder.

Von den mit Seeschiffen transportierten Gütern verzeichneten Eisen und andere Metalle mit einem Minus von mehr als 36 Prozent den größten Rückgang. Es folgen Erze und Metallabfälle (-28,7 Prozent). Den geringsten Einbruch gab es bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen (-3,5 Prozent) und festen mineralischen Brennstoffen (-5,5 Prozent).

manager magazin mit Material von dpa

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