Essen - 26 Stadtwerke und der RWE-Konzern haben ein Gemeinschaftsunternehmen zur regenerativen Energieerzeugung ins Leben gerufen. Wie RWE Innogy in Essen mitteilte, wurde am Dienstag ein Konsortialvertrag zur Gründung der Green Gecco unterzeichnet. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf deutsche und europäische Projekte in den Bereichen Windkraft, Biomasse, Geothermie, Biogas, Wasser und Solarthermie.
Bis zum Herbst dieses Jahres soll mit "An Suidhe", einem Windpark im Norden Schottlands, das erste Projekt von der neuen Gesellschaft übernommen werden; an ihr hält RWE
51 Prozent der Anteile, auf die 26 Stadtwerke entfallen die übrigen 49 Prozent. Der Windpark soll mit einer installierten Leistung von rund 20 Megawatt 2011 in Betrieb gehen. Insgesamt plant das Unternehmen, bis 2020 rund eine Milliarde Euro in die Strom- und Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energien zu investieren.
Zu den Partnern gehören Versorger aus Dortmund, Duisburg, Krefeld und Osnabrück. RWE mit Sitz in Essen ist sei jeher mit Kommunen und Stadtwerken vor allem im Stammland Nordrhein-Westfalen eng verbunden. RWE, der nach der Düsseldorfer Eon
zweitgrößte deutsche Energiekonzern, ist bundesweit an rund 100 Stadtwerken beteiligt, zahlreiche Kommunen halten Anteile an RWE. Einige der Stadtwerke, die zum Ökostrom-Joint-Venture gehören, beteiligen sich bereits an einem RWE-Kohlekraftwerksbau in Hamm.
Kohle und Atomkraft stellen bislang mit Abstand den größten Teil der Stromproduktion von RWE. Wie andere Energieriesen baut der Konzern inzwischen aber auch sein Geschäft mit erneuerbarer Energie deutlich aus. Hierzu investiert RWE jährlich rund eine Milliarde Euro.
manager magazin mit Material von ddp und reuters
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