Das für Stromkabel und Wasserrohre verwendete Metall kostete mit 7932 Dollar je Tonne zeitweise soviel wie seit August 2008 nicht mehr. Das zur Stahl-Herstellung benötigte Nickel markierte bei 25.675 Dollar den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren. Das Metall hatte sich im ersten Quartal bereits unter anderem wegen des knappen Angebots um rund 35 Prozent verteuert und damit die übrigen Industriemetalle hinter sich gelassen.
Der Zufluss frischen Kapitals sorgte auch bei Rohöl für weiter steigende Preise. Dieser Faktor überlagerte Börsianern zufolge sowohl den wieder anziehenden Dollar, der üblicherweise die Kurse drückt, als auch den erneuten Anstieg der US-Lagerbestände.
Die richtungsweisende US-Sorte WTI kletterte um bis zu ein Prozent auf ein 18-Monats-Hoch von 84,62 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Nordsee-Sorte Brent
stieg in der Spitze um 1,1 Prozent auf 86,59 Dollar und war damit ebenfalls so teuer wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr.
Bei den Agrar-Rohstoffen erholte sich der Preis für Sojabohnen nach dem 3,4-prozentigen Kursrutsch vom Vortag wieder etwas. Der richtungsweisende Mai-Kontrakt verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 9,465 Dollar je Scheffel, nachdem er am Mittwoch auf ein Zwei-Wochen-Tief von 9,305 Dollar gerutscht war.
Auslöser waren die überraschend hohen US-Lagerbestände. Analysten betonten, angesichts der beginnenden Aussaat in den USA müsse mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden.
Weizen und Mais machten ihr Vortagesminus ebenfalls teilweise wett und verteuerten sich auf 4,560 beziehungsweise 3,480 Dollar je Scheffel. Gold
kostete mit 1115,75 Dollar beziehungsweise 826,73 Euro ungefähr so viel wie am Mittwoch. "Wir beobachten Käufe von europäischen Privatanlegern, die einen sicheren Anlagehafen suchen", sagte ein Börsianer. Die Umsätze seien allerdings nicht allzu hoch.
manager magazin mit Material von reuters und dpa-afx
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