Donnerstag, 9. Februar 2012, 23:06 Uhr

manager magazin



01.04.2010
 

Erz, Kohle, Kupfer, Nickel

Rohstoffpreise explodieren

Die derzeit rasant steigenden Rohstoffpreise lösen bei den Beschäftigten in der deutschen Industrie Angst vor dramatischen Folgen aus. Bei ThyssenKrupp sind nach Einschätzung des Betriebsrats 30.000 Arbeitsplätze in Gefahr, weil Erz teurer wird. Auch bei Kohle, Kupfer und Nickel beschleunigt sich der Preisauftrieb.

Duisburg - Explodierende Rohstoffkosten gefährden nach Einschätzung der Arbeitnehmervertreter von ThyssenKrupp Chart zeigen zehntausende Arbeitsplätze in der deutschen Stahlindustrie. Sollten sich die Eisenerzproduzenten mit ihren Forderungen durchsetzen, stehe ein Drittel der 90.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel, sagte Gesamtbetriebsratschef Wilhelm Segerath am Donnerstag in Duisburg.

Industriearbeitsplätze in Gefahr: Bei ThyssenKrupp geht wegen gestiegener Erzpreise die Angst um
Zur Großansicht
DPA

Industriearbeitsplätze in Gefahr: Bei ThyssenKrupp geht wegen gestiegener Erzpreise die Angst um

"Wir Arbeitnehmervertreter fordern den Stopp der Rohstoffspekulationen, die Einhaltung fairer Wettbewerbsregeln und konsequentes Vorgehen gegen Rohstoffkartelle." In einer "Duisburger Appell" genannten Erklärung forderten sie Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Präsidenten der EU-Kommission, Jose Manuel Barroso, dazu auf, sich für den Erhalt der industriellen Arbeitsplätze einzusetzen.

Der brasilianische Eisenerzkonzern Vale hatte vor wenigen Tagen bei Stahlkonzernen in Japan und Südkorea eine Preiserhöhung von 90 Prozent durchgesetzt. Der Abschluss hat die von der Wirtschaftskrise schwer getroffene Stahlindustrie aufgeschreckt. Die drei mächtigen Rohstoffkonzerne Vale, BHP Billiton Chart zeigen und Rio Tinto Chart zeigen aus Australien wollen die Preise künftig alle drei Monate an den stark gestiegen Spotmarktpreisen orientieren.

"Wir werden nicht zulassen, dass unsere Arbeitsplätze auf dem Finanzmarkt verzockt werden", sagte Segerath. Für Unternehmen wie ThyssenKrupp käme eine Kostenexplosion zur Unzeit. Auf Stahlschmieden wie ThyssenKrupp und Salzgitter würden bei einer Übernahme der Abschlüsse erhebliche Mehrkosten zukommen. Der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, beziffert die zusätzliche Belastung allein für die deutsche Branche auf 4,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Steigende Erzpreise würden nicht nur die Ergebnisse der deutschen Stahlriesen belasten, sondern könnte eine fatale Kettenreaktion auslösen: Für Kunden aus der krisengeschüttelten Autoindustrie kämen höhere Stahlpreise zur Unzeit, auch einige Maschinenbauer stünden vor Problemen. "Das gefährdet die industrielle Wertschöpfungskette in Europa", sagte Segerath.

Auf dem Kontinent seien hunderttausende Arbeitsplätze bedroht. Der Appell an die Politik wird nach seinen Worten unter anderem von den Arbeitnehmervertretern von ArcelorMittal Chart zeigen, Salzgitter Chart zeigen, Volkswagen Chart zeigen und Opel unterstützt.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben