London - Wie Großbritanniens Wirtschaftsminister Peter Mandelson am Freitag in London mitteilte, wurde eine entsprechende Übereinkunft nach "hoch komplizierten" Gesprächen zwischen der Regierung und dem US-Autobauer General Motors (GM) erzielt. Die britischen Gewerkschaften begrüßten die Vereinbarung. Dies werde die Arbeitsplätze in den beiden britischen Vauxhall-Werken sichern, hieß es.
Darüber hinaus wurde bekannt , dass die GM-Tochter Opel die Zuständigkeit für den russischen Markt verlieren wird. Wie aus einer Mitteilung an die Beschäftigten vom Freitag hervorgeht, wird das Geschäft in Russland und den GUS-Staaten ab sofort der im chinesischen Shanghai ansässigen Einheit General Motors International Operations (GMIO) unterstellt.
Ein Opel-Sprecher erläuterte, dies diene der Vereinheitlichung der Produktions- und Vertriebsstrukturen. Das Chevrolet-Werk in Usbekistan wurde bereits bisher von GMIO geführt. Bis zum Einbruch des Marktes war Chevrolet (früher Daewoo) die meistverkaufte ausländische Automarke in Russland.
Der Opel-Betriebsrat macht sich angesichts der Entscheidung Sorgen um den Rüsselsheimer Autobauer. Sie stoße auf großes Unverständnis in der Belegschaft, heißt es in einem Flugblatt.
Es bestehe die Gefahr, dass die 120.000 Fahrzeuge, die in Russland verkauft werden sollten, in der Konzernstatistik nicht mehr Opel/Vauxhall zugerechnet würden. Damit stiegen die Strukturkosten je Fahrzeug in der Verwaltung. "Als Konsequenz wäre ein weiterer Stellenabbau in diesen Bereichen zu befürchten." GM will bei Opel mehr als 8000 Stellen streichen.
manager magazin mit Material von apn und reuters
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