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12.03.2010
 

Arbeitslosigkeit

Zahl der Jobsuchenden im Osten sinkt

Die Zahl der Jobsuchenden wird sich in diesem Jahr laut einer Prognose kaum erhöhen. Im Schnitt werde es 3,5 Millionen Arbeitslose geben, erwartet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Im Osten sinkt die Zahl der Menschen ohne Stelle offenbar sogar.

Nürnberg - Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnet in diesem Jahr mit einem nur geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Im Jahresdurchschnitt werde es voraussichtlich 3,5 Millionen Arbeitslose geben, das wären 120.000 mehr als im Jahresdurchschnitt 2009, teilte das IAB am Freitag in Nürnberg mit.

Entspannung im Osten: Zwischen Ostsee und Erzgebirge suchen weniger Menschen einen Job
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DPA

Entspannung im Osten: Zwischen Ostsee und Erzgebirge suchen weniger Menschen einen Job

Das Institut legte seinen Berechnungen dabei ein Wirtschaftswachstum von 1,75 Prozent zugrunde. Im Osten Deutschlands werden demnach wegen der demografischen Entwicklung in diesem Jahr mehr als 110.000 Menschen weniger als 2009 ihre Arbeitskraft anbieten - so dass die Arbeitslosenzahl hier sogar sinken könnte.

Die Arbeitslosigkeit werde "ausschließlich in Westdeutschland" wachsen, erklärten die IAB-Forscher. Denn hier stagniere das Arbeitskräfteangebot, während die Unternehmen zunächst die Kurzarbeit zurückfahren und die Arbeitszeitkonten wieder auffüllen, nicht aber in größerem Umfang neu einstellen würden. Im Westen werde die Arbeitslosenzahl um 150.000 zunehmen, erwarten die Forscher - im Osten dagegen könnte sie um 30.000 sinken.

Wer den Job verliert oder gerade erst mit der Ausbildung fertig wird, dürfte es nach Einschätzung der Forscher zunehmend schwerer haben, eine Stelle zu finden. Denn wenn die Konjunktur anzieht, werden die Unternehmen zunächst die Kurzarbeit zurückfahren und die Arbeitszeitkonten wieder füllen, ehe sie neue Leute einstellen. Die Dauer der Arbeitslosigkeit und die Zahl der Hartz-IV-Empfänger werde sich in diesem Jahr deshalb erhöhen, warnte das IAB.

"Eine generelle Entwarnung kann für den Arbeitsmarkt jedenfalls nicht gegeben werden, denn die deutsche Wirtschaft ist nach wie vor deutlich unterausgelastet", schreiben die Autoren der IAB-Studie. So hätten im vergangenen Jahr Kurzarbeit und flexible Arbeitszeitregelungen die Wucht der Wirtschaftskrise größtenteils abgefangen. Der Rückgang der Arbeitszeit habe sich aber im zweiten Halbjahr verlangsamt. Die Betriebe scheinen also diese Möglichkeiten weitgehend ausgeschöpft zu haben.

manager magazin mit Material von afp, ap und dpa-afx

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