Düsseldorf - Das Bundeswirtschaftsministerium will laut einem Pressebericht ein effizienteres Zusammenspiel der vier Stromnetzbetreiber Eon
, Vattenfall, EnBW
und RWE
erzwingen und die Stromverbraucher damit entlasten. Ziel sei es, durch eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) die Kompetenzen der Bundesnetzagentur zu erweitern, erfuhr das "Handelsblatt" aus dem Ministerium. Auf diesem Wege solle die Behörde in die Lage versetzt werden, eine entsprechende Anordnung zu treffen.
Das Thema beschäftigt Netznutzer und Netzbetreiber seit Jahren. Bereits 2008 hatten der Bundesverband Neuer Energieanbieter (BNE) und der Stromanbieter Lichtblick den Netzbetreibern laut "Handelsblatt" vorgehalten, durch die Aufteilung des deutschen Strommarkts in vier Netzgebiete, die sogenannten Regelzonen, jährlich unnötige Kosten in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro zu produzieren, die die Netznutzer tragen müssten.
BNE und Lichtblick hatten daher ein Missbrauchsverfahren bei der Netzagentur beantragt, wie es in dem Bericht weiter heißt. Die Netzagentur hatte vor wenigen Tagen erklärt, man werde in Kürze bekanntgeben, wie die vier Regelzonen künftig effizienter betrieben werden sollten. In Branchenkreisen hieß es laut "Handelsblatt" gestern, die Entscheidung falle in der nächsten Woche.
manager magazin mit Material von dpa-afx
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