Auf diese Weise hätte sich der Flugzeugbauer zugleich gegen seine chronische Anfälligkeit für Währungsschwankungen abgesichert. Bisher produziert EADS überwiegend im Euro-Raum, Flugzeuge werden jedoch überwiegend in Dollar abgerechnet. Steigt der Eurokurs, muss EADS auf Teile seiner Marge verzichten.
"Die Währungsabsicherung bleibt für EADS überlebensnotwendig", sagt ein süddeutscher Analyst. Obwohl sie Gemeinschaftswährung derzeit wegen der Griechenland-Krise schwächelt, ist der Kurs aus Sicht des Flugzeugbauers keinesfalls günstig. Airbus kalkuliert für sein Sparprogramm Power8 mit einer Notierung von 1,35 Dollar pro Euro - das ist sogar etwas weniger als der aktuelle Kurs. Und für den Rest des Jahres rechnet der Luftfahrtkonzern mit einem Euro-Comeback auf 1,40 Dollar.
"Das strategische Ziel, sich vom Euro-Raum zu lösen, muss neu verfolgt werden", sagt deshalb Analyst Hein. An anderen Stellen ist EADS dabei erfolgreicher als in den USA. In China ist eine Produktionslinie in Betrieb gegangen, auch in Indien kommen EADS-Chef Louis Gallois und Airbus-Vormann Tom Enders voran.
Doch auch in Nordamerika ist wohl ein neuer Anlauf nötig - zu wichtig ist es im Dollarraum zu produzieren und zu verlockend die Aussicht auf Aufträge des Staates, auch wenn diese derzeit offenbar kaum zu bekommen sind. "Jetzt muss EADS auf andere Weise in den USA Fuß fassen", sagt Analyst Hein.
Übernahmen und Fusionen dürften dabei eine wichtige Rolle spielen. Zudem dürfte EADS kurzfristig sein Engagement im Service-Bereich verstärken. Konzernlenker Gallois gab bereits ein Bekenntnis zum Engagement in den USA ab.
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