Rüsselsheim - Die Anträge sollen gemeinsam mit dem Sanierungsplan und dem unabhängigen Gutachten der Wirtschaftsprüfer Warth & Klein eingereicht werden, sagte ein Opel-Sprecher am Montag. "Davon gehe ich fest aus", so der Opel-Sprecher weiter.
Die Dokumente würden gleichzeitig an die Bundesregierung, die Länderregierungen der vier deutschen Opel-Standorte, die Europäische Union sowie die Regierungen der europäischen Länder mit Opel-Werken übermittelt. Der US-Mutterkonzern General Motors (GM) will europaweit rund 2,7 Milliarden Euro Steuergelder einsammeln.
"Das kommt absolut zur Unzeit"
Die Opel-Spitzenmanager können sich unterdessen offenbar wieder Hoffnung auf Bonuszahlungen machen. Nachdem die Sonderzahlungen vergangenes Jahr krisenbedingt ausgefallen waren, sollen dieses Jahr wieder Boni gezahlt werden, sagte Opel-Betriebsratschef Klaus Franz am Wochenende und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Auch die 10-Prozent-Gehaltskürzung für Spitzenverdiener unter den Angestellten aus dem Vorjahr sei ausgelaufen.
"Das kommt absolut zur Unzeit", kritisierte Franz mit Verweis auf die Forderung des Managements, dass sich die Belegschaft mit 265 Millionen Euro an der Sanierung Opels beteiligen solle. Das Topmanagement müsse da "mit gutem Beispiel vorangehen." Ein Sprecher von Opel wollte die Angaben nicht kommentieren. GM will bei seiner europäischen Tochter 8300 der rund 48.000 Jobs streichen.
manager magazin mit Material von dpa-afx
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