Hamburg - Dieser Medienbericht dürfte in der Europäischen Union nicht gut ankommen: Die statistischen Angaben zur griechischen Staatsverschuldung könnten in der Vergangenheit offenbar auch mit Hilfe komplexer Finanzinstrumente geschönt worden sein. Die nötige Finanzexpertise soll nach Angaben des Nachrichtenmagazins "DER SPIEGEL" angeblich die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs
geliefert haben.
Sollte der SPIEGEL-Bericht zutreffen, haben sich Griechenlands Schuldenverwalter und die US-Bank einst auf ein Geschäft mit sogenannten Cross-Currency-Swaps geeinigt. Damit hätten in Dollar und Yen aufgenommene Staatsschulden von rund zehn Milliarden für eine gewisse Laufzeit in Euro getauscht und dann wieder zurück getauscht werden können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Swaps sei bei diesem Geschäft mit fiktiven Wechselkursen gearbeitet worden, gibt "Der SPIEGEL" an.
Griechenland habe dadurch nicht den aktuellen Euro-Gegenwert von damals zehn Milliarden Dollar oder Yen erhalten, berichtet "DER SPIEGEL", sondern dank des viel günstigeren Wechselkurses eine deutlich höhere Summe. Die Investmentbanker von Goldman Sachs hätten den Griechen so einen zusätzlichen Kredit von schätzungsweise bis zu einer Milliarde Dollar verschafft, der in der Athener Schuldenstatistik nicht erschienen sei.
Die Melderegeln von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union, würden Transaktionen mit Finanzderivaten nur unzureichend erfassen, begründet "DER SPIEGEL" das Nichtauftauchen in den amtlichen Statistiken. Goldman Sachs habe zu dem angeführten Geschäft "keine Stellungnahme" abgegeben. Das griechische Finanzministerium habe auf eine schriftliche Anfrage nicht reagiert.
Griechenland steckt in einer schweren Finanzkrise. Die Europäische Kommission hatte dem Land deswegen am Mittwoch ein striktes Sparprogramm mit Gehaltskürzungen und Steuererhöhungen auferlegt. Der Haushalt Griechenlands wurde faktisch unter EU-Kontrolle gestellt. So will die Union sicherstellen, dass die Griechen mit der Haushaltskonsolidierung diesmal Ernst machen.
In der Vergangenheit hatte Athen der Europäischen Union wiederholt geschönte Zahlen vorgelegt. Erst nach dem jüngsten Regierungswechsel im Herbst wurde das wahre Ausmaß der Schuldenmisere bekannt: Der sozialistische Ministerpräsident Georgios Papandreou meldete kurz nach seiner Wahl nach Brüssel, dass das Haushaltsdefizit 2009 bei 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liege. Die Vorgängerregierung hatte ein Minus von 3,7 Prozent prognostiziert, der EU-Stabilitätspakt sieht eine Obergrenze von 3 Prozent vor.
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Da ich bisher ich keine Ahnung hatte, wer sich hinter dieser Gesellschaft für Wissenschaft und Politik verbirgt, habe ich mal etwas gegoogelt und mit zwei Mausclicks gefunden : >>>Einer der wichtigsten außenpolitischen [...] mehr...
Auch dieser famose Heribert Dieter scheint nicht zu wissen, dass die wahre Wirtschaftsleistung Griechenlands auch die von keiner Statistik erfaßte Schattenwirtschaft des Landes beinhalten müßte. Und wenn man die Spekulation, [...] mehr...
Auf gar keinen Fall. Wenn die Griechen klug sind, lassen sie sich den Radikalsparkurs nicht aufzwingen, da er zum Kollaps ihrer ohnenhin schwachen Wirtschaft führen muß. Davon würden sie sich viele Jahre nicht erholen. Es [...] mehr...
Aha, am besten wir legalisieren ebenfalls die Korruption. Das macht die Lage mit den Parteispenden und den Sponsoring von Parteievents wesentlich einfacher. Ist wahrscheinlich schon in Arbeit. mehr...
Dass vor einigen Tausend Jahren dort eine - damals wie heute zweifelhafte - Demokratie ihre Wiege hatte, kann doch nicht der Grund dafür sein, einem Haufen korrupter Beamter und zahlungsunwilliger Steuersünder das weiche Bett [...] mehr...
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