Die Daten stammen demnach vom franko-italienischen Informatiker Hervé Falciani, der früher bei der HSBC arbeitete. Nach dem Angebot der ersten CD mit Steuerdaten an die Wuppertaler Ermittler hatte es geheißen, diese Daten stammten von Falciani.
Nach Angaben des "Focus" wollten die Steuerfahnder aus Wuppertal am Wochenende zu einem Geheimtreffen mit ihrem Informanten nach Frankreich reisen. Dem Anbieter der Daten sei an einem Treffen im Ausland gelegen, weil er in Deutschland mit einer Verhaftung rechnen müsse und die CD beschlagnahmt werden könne.
Um den Ankauf der Daten für die baden-württembergischen Fahnder ist unterdessen Streit in der Stuttgarter schwarz-gelben Koalition ausgebrochen. Justizminister Ulrich Goll (FDP) wandte sich gegen die Absicht von Finanzminister Willi Stächele (CDU), die Datensätze zu kaufen. "Für solche Dateien darf kein Steuergeld fließen", sagte Goll der "Bild am Sonntag". "Dagegen werde ich mein Veto einlegen."
Zuvor hatte Stächele der "Süddeutschen Zeitung" vom Samstag gesagt, derzeit würden Stichproben geprüft. "Danach werden wir mit dem Bund die Frage des Ankaufs regeln." Wenn alle rechtliche Fragen geklärt seien, sollten die Daten gekauft werden.
manager magazin mit Material von afp, ap und ddp
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