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05.02.2010
 

Daimler

Bernhard wird Mercedes-Vize

Von Michael Freitag

Mitten in der Krise lässt Konzernchef Dieter Zetsche einen seiner wichtigsten Leute gehen. Mercedes-Vize Rainer Schmückle verlässt das Unternehmen. Der Konzern hat einen Bericht des manager magazins bestätigt, wonach Transporterchef Wolfgang Bernhard nun Schmückles Position einnehmen wird. Bernhard soll auch in den Konzernvorstand aufsteigen.

Bernhard (l.) für Schmückle: Der Wechsel kommt für Daimler in einer schwierigen Phase
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[M] mm.de

Bernhard (l.) für Schmückle: Der Wechsel kommt für Daimler in einer schwierigen Phase

Hamburg/Stuttgart - Im Vorstand soll Bernhard künftig Produktion und Einkauf bei Mercedes Pkw und weiter die Transportersparte verantworten. Das Gremium soll erweitert werden. Bernhard hatte bereits bei der damaligen Daimler-Tochter Chrysler von 2000 bis 2004 eng mit Zetsche zusammen gearbeitet. Zetsche war damals Chrysler-Chef, Bernhard für das operative Geschäft zuständig.

Bernhard verließ den Konzern 2004 im Streit mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp. 2005 ging er als Markenchef VW zum Volkswagen-Konzern. Er verließ das Unternehmen aber Anfang 2007, nachdem Martin Winterkorn zum Vorstandschef berufen worden war. Zetsche führt Konzern und Mercedes in Personalunion.

Schmückle stand intern schon länger in der Kritik. Er hatte zwar etliche erfolgreiche Sanierungsprojekte geleitet, unter anderem die Rettung der US-Lkw-Tochter Freightliner und das Mercedes-Programm Core, mit dem der Autobauer binnen zwei Jahren aus der Verlustzone heraus zum bestverdienenden Premiumhersteller aufstieg. Aber er machte sich durch sein in der Regel nicht eben diplomatisches Auftreten auch zahlreiche Feinde. Zuletzt war er einige Male mit dem Betriebsrat aneinander geraten. Ein Angebot, die Opel-Spitze zu übernehmen, hatte er jüngst abgelehnt.

Der Wechsel kommt für Daimler Chart zeigen in einer schwierigen Phase. Den Absatzeinbruch des vergangenen Jahres überstand der Konzern nur deshalb einigermaßen heil, weil er die Kosten um mehrere Milliarden Euro drückte.

So verzichteten die Mitarbeiter auf Lohn, die Ausschüttung von Prämien wurde auf 2010 verschoben, teilweise setzte das Unternehmen Zehntausende Beschäftigte auf Kurzarbeit. Dennoch dürfte der Konzern das Jahr mit einem deutlichen Verlust abgeschlossen haben.

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