Sonntag, 21. März 2010, 14:36 Uhr
minus plus
01.02.2010

Öffentlicher Dienst

Warnstreiks in Kitas und im Nahverkehr

Der öffentliche Dienst von Bund und Gemeinden steht vor ersten Warnstreiks. Davon dürften der Nahverkehr, Krankenhäuser und Kindertagesstätten betroffen sein. Die Gewerkschaften fordern für ihre Mitglieder rund 5 Prozent mehr Lohn.

Ab Mittwoch müsse mit befristeten Arbeitsniederlegungen gerechnet werden, teilte die Gewerkschaft Verdi am Montag nach der erfolglos verlaufenen zweiten Runde der Tarifverhandlungen mit.

Zum Arbeitskampf bereit: Verdi zeigt Flagge
Zur Großbildansicht

Zum Arbeitskampf bereit: Verdi zeigt Flagge

© DPA
Verdi-Chef Frank Bsirske sagte, in den Gesprächen habe es "keinerlei Annäherung" gegeben. Daher bleibe keine andere Möglichkeit, als zu Warnstreiks aufzurufen. Laut Bsirske beginnen die Aktionen an diesem Mittwoch. Aufgerufen seien unter anderem die Mitarbeiter im Nahverkehr, in Krankenhäusern und in Kindertagesstätten.

Auch die Tarifunion des Deutschen Beamtenbundes (dbb) kündigte Warnstreiks an. "Wenn wir mit Sachargumenten allein nicht durchdringen, werden wir die eben mit landesweiten Protestaktionen untermauern", erklärte dbb-Verhandlungsführer Frank Stöhr.

Die Verhandlungen gehen am 10. Februar weiter. Die Forderungen der Gewerkschaften belaufen sich auf ein Gesamtvolumen von fünf Prozent, das die Arbeitgeber mit Blick auf die angespannte Finanzlage der öffentlichen Hand als zu hoch zurückgewiesen haben.

Bund und Kommunen haben in den ersten beiden Runden kein Angebot unterbreitet. Eine Sprecherin der kommunalen Arbeitgeber (VKA) sagte zur Begründung, Verdi und dbb hätten bislang keine Aussage zur Höhe ihrer reinen Lohnforderung gemacht. Neben Einkommensverbesserungen fordern die Gewerkschaften Regelungen zur Altersteilzeit, eine neue Entgeltordnung und die Übernahme von Auszubildenden.

Sollten die Verhandlungen in den kommenden Runden scheitern, würden laut VKA Hannovers früherer Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg und der ehemalige sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) als Schlichter fungieren. Stimmberechtigt wäre diesmal der von den Gewerkschaften als Schlichter benannte SPD-Politiker Schmalstieg.

manager-magazin.de mit Material dpa-afx

© manager-magazin.de 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

Aktuelle Videos

Video abspielen...
Video abspielen... Großen Videoplayer öffnen...(Flash Player 8 erforderlich)
 
© Foto: REUTERS

Das Business-Netzwerk


Die manager-lounge ist ein exklusiver Business Club für global denkende und agierende Führungskräfte, die zum Networking auf Augenhöhe zusammen kommen und vom Austausch der jeweiligen Erfahrungen profitieren.

Service
manager-magazin-Abonnement Abo-Service manager magazin mobil mm mobil Twitter-Feeds Twitter-Feeds
Angebote von A bis Z Angebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und Lizenzen Nachdrucke Währungsrechner Währungsrechner
Ihr persönliches Depot Depot Newsletter-Abo: managerupdate Newsletter-Abo Werbung buchen Werbung buchen
E-Mail E-Mail RSS RSS-Newsfeed Info: Wir über uns Wir über uns
Kurse Kurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business Manager Shop manager-magazin.de als Startseite einrichten mm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio: Analysieren Sie online Ihren Standort
Über 1000 Headhunter-Firmen: Kostenlos Profil hinterlegen 3429 Headhunter-Firmen: Jetzt Profil anlegen
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife: Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker, Apotheken