Freitag, 10. Februar 2012, 04:34 Uhr

manager magazin



Flexindexmanager magazin RSS  - Flexindex

Alle Artikel und Hintergründe

31.01.2010
 

US-Bericht

Banken dank Staatsgeld noch leichtsinniger

Mit Milliardensummen hat die US-Regierung Großbanken in der Finanzkrise vor dem Kollaps gerettet. Doch die Geldhäuser haben deshalb erst recht Vergnügen an riskanten Geschäften gefunden - so lautet das vernichtende Ergebnis eines offiziellen Rechenschaftsberichts. Die Institute wissen: Im Notfall springt ja der Staat ein.

Washington - Die Rettung der großen US-Banken hat einem Rechenschaftsbericht zufolge ein riskantes Geschäftsgebaren der Branche nur noch stärker gefördert. "Der Markt ist mehr denn je davon überzeugt, dass die Regierung notfalls einspringt, um für das System relevante Institutionen zu retten", heißt es in dem Bericht, den der Aufseher über das US-Rettungsprogramm Tarp, Neil Barofsky, am Samstag vorlegte. Zudem sei bisher wenig erreicht worden, um die Probleme zu beheben, die die Finanzkrise auslösten.

Einbahnstraße: Viele Banken entdecken ihr altes Geschäftsmodell neu
Zur Großansicht
Getty Images

Einbahnstraße: Viele Banken entdecken ihr altes Geschäftsmodell neu

"Selbst wenn Tarp unser Finanzsystem davor bewahrt hat, 2008 vom Rand der Klippe abzustürzen, fahren wir ohne grundlegende Reformen noch immer dieselbe kurvenreiche Bergstraße hoch, diesmal allerdings in einem schnelleren Fahrzeug", schlussfolgert Barofsky. Die Banken, die 2008 als zu groß galten, um sie pleitegehen zu lassen, seien durch die Tarp-Gelder noch größer geworden, schreibt der Aufseher, der im Auftrag der Regierung die Interessen der Steuerzahler vertritt.

Durch die Rückzahlung der Hilfen verliere die Regierung zugleich die Chance, den Instituten Zugeständnisse abzuringen und ihre politischen Ziele wie eine großzügigere Kreditvergabe an den Mittelstand zu erreichen. Der Schutz von Arbeitsplätzen und Hausbesitzern sei 2008 explizit zur Aufgabe des Programms gemacht worden, erklärt Barofsky. Die Arbeitslosenrate sei mit 10 Prozent jedoch unverändert hoch und nur ein kleiner Anteil von Hypotheken sei wie gefordert neu gestaltet worden, um die monatlichen Zahlungen der Hausbesitzer erschwinglich zu machen.

manager magazin mit Material von reuters

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben