Donnerstag, 9. Februar 2012, 21:43 Uhr

manager magazin



21.01.2010
 

Weltwirtschaft 2010

Weltbank dämpft Erwartungen

Die Weltbank prognostiziert, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft 2010 abschwächen wird. Auch die Lage an den Finanzmärkten werde schwierig bleiben. Immerhin, die schlimmste Phase der Krise sei möglicherweise vorbei.

Washington - Die Erholung der Weltwirtschaft wird sich nach Einschätzung der Weltbank im Jahresverlauf abschwächen, da staatliche Konjunkturprogramme an Wirkung verlieren. Die Lage an den Finanzmärkten bleibe schwierig und die private Nachfrage wegen der hohen Arbeitslosigkeit schwach, schreibt die Weltbank in ihrem am Donnerstag vorgelegten Bericht "Global Economic Prospects 2010".

Unternehmen Zukunft: Was wird geschehen - mit dem Dollar, dem Aufschwung, den Emerging Markets? Die Weltbank dämpft die Erwartungen an 2010
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Unternehmen Zukunft: Was wird geschehen - mit dem Dollar, dem Aufschwung, den Emerging Markets? Die Weltbank dämpft die Erwartungen an 2010

Darin warnt die Organisation, dass die schlimmste Phase der Finanzkrise zwar möglicherweise vorüber sei, die Erholung der Weltwirtschaft aber labil ausfalle. Die Folgen der Krise dürften die Rahmenbedingungen für Finanzen und Wachstum in den nächsten zehn Jahren verändern. Das weltweite BIP wird den Schätzungen zufolge um 2,7 Prozent in diesem Jahr und 3,2 Prozent im Jahr 2011 steigen. 2009 war die Wirtschaftsleistung um 2,2 Prozent gesunken.

Allerdings trübten erhebliche Ungewissheiten den Ausblick. Je nachdem, wie sich das Konsum- und das Geschäftsklima in den nächsten Quartalen entwickelten, könnte das Wachstum im Jahr 2011 nur 2,5 Prozent, aber auch bis zu 3,4 Prozent betragen. Für die Entwicklungsländer wird eine relativ robuste Erholung erwartet, das Wachstum soll 5,2 Prozent in diesem und 5,8 Prozent in nächsten Jahr betragen nach 1,2 Prozent im Jahr 2009. "Leider ist nicht zu erwaren, dass sich die Weltwirtschaft über Nacht von dieser tiefen, schmerzvollen Krise erholt, denn es wird viele Jahre dauern, ehe die Volkswirtschaften und die Beschäftigung wieder die alten Niveaus erreichen. Die Armen werden einen ganz realen Preis dafür zahlen müssen", sagte Justin Lin, Chefökonom der Weltbank. Die ärmsten Länder benötigten möglicherweise 30 bis 50 Milliarden Dollar an zusätzlichen Mitteln, um allein die vor der Krise initiierten Sozialprogramme aufrecht erhalten zu können.

Der Welthandel werde in diesem Jahr 4,3 Prozent und im nächsten Jahr 6,2 Prozent zulegen, hieß es in dem Bericht weiter. 2009 war er um 14,4 Prozent eingebrochen. In diesem nach wie vor schwachen Umfeld dürften die Ölpreise weitgehend stabil bei durchschnittlich rund 76 Dollar je Barrel bleiben. Andere Rohstoffpreise dürften in den Jahren 2010 und 2011 voraussichtlich nur um drei Prozent pro Jahr steigen. Höhere Kreditkosten, geringere Kreditverfügbarkeit und schwächere internationale Kapitalflüsse werden nach Einschätzung der Weltbank die Entwicklungsländer belasten.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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