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19.01.2010
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ZEW-Index

"Aufschwung nein, Erholung vielleicht"

Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Ansicht von Investoren und Analysten 2010 nicht so stark erholen wie zuletzt erwartet. Die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung befragten Experten schätzen die aktuelle Lage aber besser ein. Laut ZEW-Chef Wolfgang Franz wird der Aufschwung noch länger auf sich warten lassen.

Mannheim - Die Konjunkturzuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im Januar etwas stärker als erwartet eingetrübt. Die ZEW-Konjunkturerwartungen seien um 3,2 Punkte auf 47,2 Punkte gefallen, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit.

Leichter Aufwärtstrend: Finanzmarktexperten sehen die aktuelle Lage der Wirtschaft etwas optimistischer als vor einem Monat
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DPA

Leichter Aufwärtstrend: Finanzmarktexperten sehen die aktuelle Lage der Wirtschaft etwas optimistischer als vor einem Monat

Von der Nachrichtenagentur dpa-afx befragte Volkswirte hatten mit einem geringeren Rückgang auf 49,1 Punkte gerechnet. Die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich hingegen um 4,0 Punkte auf 56,6 Punkte.

Mit dem neuerlichen Rückgang haben sich die ZEW-Konjunkturerwartungen nun den vierten Monat in Folge eingetrübt. Die befragten Finanzmarktexperten erwarteten, dass sich die deutsche Konjunktur in den kommenden sechs Monaten mit geringer Dynamik erholen wird, kommentierte das ZWE die neuen Umfrageergebnisse.

Die Fahrzeugbranche, der Konsum und Handel dürften sich im kommenden halben Jahr rückläufig entwickeln. Deutlich verbessert hätten sich jedoch die Aussichten für den Maschinenbau.

"Die Einschätzung der Finanzmarktexperten bestätigt, dass wir im Jahr 2010 bestenfalls eine Erholung, aber noch keinen Aufschwung bekommen", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. "Der Weg aus dem tiefen Rezessionstal ist beschwerlich und lang."

Für den Euroraum ergibt sich eine ähnliche Tendenz wie für Deutschland. Die Konjunkturerwartungen sanken um 1,6 Punkte auf 46,4 Punkte, während die Lagebeurteilung um 5,1 Punkte auf minus 62,7 Punkte stieg.

manager magazin mit Material von dpa-afx

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