21.15 Uhr: Nach der Entscheidung der US-Notenbank, die Zinsen auf längere Zeit niedrig zu belassen, hat der US-Leitindex Dow Jones
leicht nachgegeben und ist am Abend zeitweise minimal ins Minus gerutscht. Die Fed sieht die USA nach dem Ende der schwersten Rezession seit den 30er Jahren konjunkturell wieder leicht im Aufwind: "Die Wirtschaft erholt sich weiter, und die Talfahrt am Arbeitsmarkt verlangsamt sich." Die Konjunkturpakete und die geldpolitischen Stützen der Notenbanken dürften dazu beitragen, dass die größte Volkswirtschaft der Welt allmählich wieder auf die Beine komme.
20.30 Uhr: Trotz der Erholung der US-Wirtschaft hält die Notenbank Fed an ihrer Niedrigzinspolitik fest. Der Leitzins werde noch "für eine längere Zeit" extrem niedrig bleiben, erklärte die Federal Reserve am Mittwoch nach einer Sitzung des Offenmarktausschusses in Washington.
Den Leitzins beließen die Notenbanker in einem Korridor von 0 bis 0,25 Prozent. Analysten hatten damit gerechnet. Der Dow Jones
hielt sich unmittelbar nach Bekanntgabe der Entscheidung im positiven Terrain. Der Dax hatte zuvor ein
Jahreshoch markiert.
19.30 Uhr: Beim weltgrößten Autozulieferer Bosch sollen sich die Mitarbeiter an den Kosten der Kurzarbeit beteiligen. Im Gegenzug will das Unternehmen nach Angaben der "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag) befristet auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Eine Vereinbarung für das größte Werk des Konzerns in Stuttgart haben Geschäftsführung und Betriebsrat laut Zeitung am Mittwoch unterzeichnet. Eine Bestätigung des Unternehmens war am Abend nicht zu erhalten.
Nach Angaben der "Stuttgarter Nachrichten" müssen Mitarbeiter ebenso wie die Manager künftig auf 1 bis 1,5 Prozent ihres Jahreseinkommens verzichten. Mit dem Geld soll ein Fonds gespeist werden, aus dem Bosch rund die Hälfte der Mehrkosten erstattet bekommt, die durch die Kurzarbeit entstehen. Diese fallen an, weil bei Kurzarbeit die Kosten für das Unternehmen nicht so stark sinken wie die Arbeitszeit. Bosch sichere den Mitarbeitern allerdings zu, bis Anfang 2013 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, hieß es weiter.
17.45 Uhr: Kräftige Kursgewinne bei Finanzwerten haben dem Dax am Mittwoch zu einem neuen Jahreshoch verholfen. Der Leitindex schloss 1,6 Prozent höher bei 5903 Zählern, dem höchsten Stand seit Ende September 2008.
Es bestehe ein großer Druck bei den Anlegern, wenn der Markt Richtung 6000 Punkte geht. Einige Großinvestoren seien nur gering investiert und hätten nun Handlungsdruck, sagte ein Händler. Viele Anleger träten aus Mangel an Alternativen die Flucht in Aktien an.
17.00 Uhr: Der ehemalige VW-Betriebsratschef Klaus Volkerthat die Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten angetreten, zu der er 2008 wegen der VW-Affäre verurteilt worden war. Volkert befinde sich seit Ende November in der nach dem Vollzugsplan vorgesehen niedersächsischen Justizvollzugsanstalt, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit. Der Bundesgerichtshof hatte im September die gegen Volkert verhängte Strafe endgültig bestätigt. Das Landgericht hatte den 67-jährigen ehemaligen Vorsitzenden des VW-Gesamtbetriebsrates im Februar 2008 wegen Anstiftung zur Untreue in 46 Fällen und Anstiftung zur Begünstigung eines Betriebsratsmitgliedes zu der Haftstrafe verurteilt.
16.00 Uhr: Die Deutsche Post behält ihren umstrittenen Steuervorteil. Das geht aus einem Beschluss des Bundeskabinetts vom Mittwoch hervor. Allerdings steht die Umsatzsteuerbefreiung künftig auch Wettbewerbern zu, die Post-Universaldienste anbieten. Diese Neuregelung soll für Umsätze nach dem 30. Juni 2010 gelten.
Nicht mehr von der Umsatzsteuer befreit sollen demnach ab Juli individuell vereinbarte oder zu Sonderkonditionen erbrachte Leistungen sein, wie sie im Firmenkundengeschäft üblich seien. Betroffen sind laut Finanzministerium außerdem Paketsendungen mit einem Gewicht zwischen 10 und 20 Kilogramm sowie unter anderem Kataloge und Zeitschriften mit einem Gewicht von jeweils mehr als 2 Kilogramm.
14.00 Uhr: Die Bundesregierung hat am Mittwoch Zuschüsse für die Sozialkassen in Höhe von 20 Milliarden Euro für 2010 auf den Weg gebracht. Das Kabinettbeschloss ein entsprechendes Gesetzespaket, mit dem Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt werden. Allein die Bundesagentur für Arbeit soll 2010 aus der Bundeskasse etwa 16 Milliarden Euro erhalten.
13.45: Der Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller MAN
hat seine Beteiligung am Lastwagenvermieter Euro-Leasing wie bereits berichtet aufgestockt. Er hält nun mit 50,1 Prozent die Mehrheit am Unternehmen. Wie der Dax-Konzern am Mittwoch in München mitteilte, erfolgte die Aufstockung im Zuge einer Kapitalerhöhung. Über finanzielle Details wurde Stillschweigen vereinbart, sagte ein MAN- Sprecher auf Anfrage. Branchenkreise schätzen die Investition auf einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.
13.15 Uhr: Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank, ist für das renommierte US-Magazin "Time" der Mann des Jahres. Dies gab das Magazin am Mittwoch Mittag bekannt. Bernanke hatte Milliarden Dollar Liquidität in die Märkte gepumpt sowie das Zinsnivau nahe Null gesenkt, um mit einer Politik des billigen Geldes die Finanzmärkte vor dem Kollaps zu bewahren. Experten befürchten nun die nächste Blase an den Märkten, sollten die Notenbanken nicht bald wieder die Zinsen erhöhen.
12.00 Uhr: Im Kampf gegen eine Kreditklemme hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Geschäftsbanken zum dritten und vorerst letzten Mal langfristig mit billigem Geld versorgt. Fast 97 Milliarden Euro wurden am Mittwoch den 224 nachfragenden Banken für ein Jahr zugeteilt, wie die EZB berichtete. Damit wurde mehr Geld als beim langfristigen Geschäft im September abgerufen, als das Volumen 75 Milliarden Euro erreichte.
11.00 Uhr: Der Autobauer BMW will die Absatzschwäche bei wichtigen Modellreihen erneut mit Kurzarbeit auffangen. Davon seien im Januar insgesamt rund 8800 Beschäftigte vor allem im weltgrößten BMW-Werk in Dingolfing betroffen, hieß es am Mittwoch auf Anfrage bei dem Unternehmen in München. Nach den Werksferien zum Jahreswechsel und ergänzend zur Nutzung von Arbeitszeitkonten werde in Dingolfing bis Ende Januar noch einmal Kurzarbeit genutzt. Dadurch werde auch im Motorenbau in München und im Landshuter Komponentenwerk Kurzarbeit notwendig.
10.30 Uhr: Nach einem Produktionseinbruch 2009 geht die deutsche Elektroindustrie für das kommende Jahr von einem leichten Plus aus. "Die Talsohle ist durchschritten, das Schlimmste liegt hinter uns", sagte der Verbandsvorsitzende Klaus Mittelbach am Mittwoch in Frankfurt. "Dennoch besteht kein Anlass, schon in Euphorie auszubrechen. Ein sich selbst tragender Aufschwung ist das noch lange nicht". 2009 dürfte die Produktion dem ZVEI zufolge um 22 Prozent zurückgegangen sein. Für 2010 sagt der Verband einen Anstieg um 3 bis 4 Prozent voraus.
10.00 Uhr: Das Bundeskabinett hat mit den Beratungen über den ersten schwarz-gelben Haushaltsentwurf begonnen. Die Etatpläne von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sehen für 2010 neue Kredite von 85,8 Milliarden Euro vor. Das ist die mit Abstand größte Neuverschuldung in der bundesdeutschen Geschichte. Auch die Ausgaben steigen stark auf 325,4 Milliarden Euro. Das deutliche Plus gegenüber dem Vorjahr ist Folge der Milliardenprogramme gegen die Krise, des ersten Steuerpakets der Koalition sowie weiterer Sofortmaßnahmen von Union und FDP.
8.00 Uhr: Etwa 400.000 Bankangestellte haben am Mittwoch in Indien ihre Arbeit niedergelegt, um gegen die Fusion staatlicher Geldhäuser zu protestieren. Die Gespräche mit dem Management seien gescheitert, sagte der Generalsekretär der Gewerkschaft AIBEA, C.H. Venkatachalam, der Nachrichtenagentur Reuters. "Es nützt niemanden, Banken zusammenzulegen. Wir brauchen in diesem Land mehr Banken." Händler berichteten von Einschränkungen im Einzelhandel. Die Regierung drängt die staatlichen Banken des Landes zu Fusionen. Damit sollen Synergien erzeugt und die Zahl der großen Institute verringert werden.
7.30 Uhr: Die US-Bürger hinken bei ihren Weihnachtseinkäufen in diesem Jahr hinterher. Der Einzelhandelsverband National Retail Federation (NRF) veröffentlichte am Mittwoch eine Umfrage, nach der die Amerikaner bis zur zweiten Dezemberwoche gerade 46,7 Prozent ihrer Einkäufe für die Feiertage erledigt hatten. Dies sei der niedrigste Anteil seit 2004. Die Verbraucher warteten auf die günstigsten Angebote, sagte eine Sprecherin der NRF. Ohnehin rechne der Einzelhandel wegen der Wirtschaftskrise mit einem geringeren Umsatz. Der private Konsum ist eine wichtige Triebfeder der US-Wirtschaft. Der Umfrage zufolge haben 8,6 Prozent der Amerikaner ihre Weihnachtseinkäufe abgeschlossen, während 19,1 Prozent noch gar nicht angefangen haben. Etwa zwölf Prozent der Kunden gaben an, ihr letztes Geschenk noch am 24. Dezember kaufen zu wollen. In den USA werden die Weihnachtsgeschenke in der Regel am Morgen des 25. Dezember geöffnet.
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