Mit dem Produktportfolio als Hauptschwerpunkt für die Mehrzahl der Unternehmen gehen zwar auch Sparmaßnahmen einher. Es geht laut Studie darum, Produkt- und Servicekosten zu senken und das Angebot von Produkten zu bereinigen, die die Arbeit unnötig komplex gestalten. Sollen diese Maßnahmen von Erfolg gekrönt sein, muss die Optimierung aber die Kundenwünsche berücksichtigen und werden sich in der Regel nicht allein aufs Kürzen beschränken.
Verantworten den CFO-Radar: Thomas Rinn (li.), Partner im Kompetenzzentrum Operations Strategy bei Roland Berger; Conrad Günther (M.), Geschäftsführer des Internationalen Controller-Vereins; Oliver Knapp, Principal im Kompetenzzentrum Operations Strategy
Daher die starke Betonung der Forschung. Viele Firmen sind bereit, in neue Produkte Geld zu stecken. Nicht zuletzt sollen Innovationen auch in die eigenen Produktionsprozesse fließen und so die Effizienz steigern.
Es zeigt sich: Einsparmaßnahmen sind alles andere als passé, aber sie dominieren die Agenda nicht mehr wie in den vorangegangenen Jahren. Die Unternehmen schalten nicht plötzlich um. "Wir haben es mit einem Übergangsjahr zu tun, in dem die Unternehmen nach einer neuen Balance suchen", erläutert Günther.
Die Autoren betonen, dass ihre Studie aussagekräftig für die deutsche Wirtschaft ist. Schließlich hätten CFOs nicht nur großen Einfluss auf die Strategien ihrer Unternehmen, sondern auch einen guten Überblick über die Erfolgsaussichten verschiedener Maßnahmen. Daher lasse die Studie für das Jahr 2010 den Schluss zu: "Die Zeit der reinen Kostensenkungsprogramme ist vorüber."
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