Von Henrik Müller
Bankenrettung, Bundesbeteiligungen, Währungsfragen - kaum ein Thema, mit dem der 43-jährige Finanzstaatssekretär in seinem Ministerium nicht ver- und betraut wäre.
Gemeinsam mit seinen alten Bekannten Jens Weidmann (Kanzleramt) und Axel Weber (Bundesbank) sowie mit dem bisherigen Wirtschaftsstaatssekretär Walther Otremba, der nun ebenfalls ins Finanzressort wechselt, leitete er die Bankenrettungen in die Wege.
In den Bürgschaftsfonds für Banken und Unternehmen zog er entscheidende Fäden. Bei der Telekom sitzt er im Aufsichtsrat. Asmussen, nicht immer unumstritten, gilt als geschickt, loyal und unideologisch. Möglich, dass er dennoch im Laufe der Legislaturperiode sein Amt zugunsten eines Unionsmanns wird räumen müssen.
Inzwischen ist er derart unverzichtbar, dass er, obwohl SPD-Mitglied, auch unter dem Unions-Finanzminister Schäuble zunächst im Amt bleibt. Asmussen gilt als exzellenter Kenner der Finanzszene und als international bestens vernetzt. Das Vertrauen von Ex-Finanzminister Peer Steinbrück in die Fähigkeiten seines stets kühl wirkenden Spitzenmitarbeiters war so groß, dass er sich von ihm gelegentlich bei G7-Treffen und anderen internationalen Foren vertreten ließ.
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