Nach Einschätzung von Bundesbank-Präsident Axel Weber wird die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal 2009 im Wachstum kräftig zulegen. Der steile Absturz der Wirtschaft sei "zum Ende gekommen", sagte Weber am Rande der Herbsttagung von IWF und Weltbank in Istanbul. "Wir sind jetzt in einer Stabilisierungs-, in einer Erholungsphase", sagte er.
Nach der überraschenden Rückkehr ins Wachstum im zweiten Quartal werde das deutsche Wirtschaftswachstum im dritten Quartal "noch einmal eindeutig stärker sein". Er rechne mit einem Zuwachs von etwa 0,75 Prozent nach plus 0,3 Prozent im zweiten Quartal. Allerdings werde das deutsche Wachstum dennoch schwach bleiben. Durch die Finanzkrise sei das auf mittlere Sicht ausgerichtete Potenzialwachstum in Deutschland auf etwa ein Prozent nach zuvor 1,5 Prozent abgesunken.
Für das Gesamtjahr 2009 ist Weber etwas pessimistischer als der IWF. Das Minus dürfte etwa 5 Prozent betragen, sagte er, wobei dann 2010 wieder eindeutig ein Wachstum erreicht werden dürfte. Weber machte aber deutlich, dass Deutschland bis 2013 brauchen könnte, bis man wieder auf das Niveau der wirtschaftlichen Aktivitäten von 2008 zurückkommen werde.
Allerdings warnte Weber vor zu viel Zuversicht. Nachhaltig sei das Wachstum noch nicht. Man sei mit der Krise noch nicht "durch".
manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters
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