München - "Wir werden sehr schnell in konkrete Gespräche mit dem Insolvenzverwalter eintreten", sagte Becker der Zeitschrift "Focus Money" nach einem Vorabbericht von Dienstag. "Es wäre jammerschade, wenn eine Weltmarke wie Escada unterginge." Der Kurs der Escada-Aktie
stieg daraufhin am Vormittag um bis zu 13 Prozent auf 0,85 Euro.
Becker will nach eigenen Angaben nicht das gesamte Unternehmen übernehmen. Stattdessen will er zentrale Vermögensteile wie die Marke, die Lizenzrechte, Warenlager und Läden herauskaufen. Das Konsortium sei auch bereit, einen erheblichen Teil der Mitarbeiter weiter zu beschäftigen, die zum Aufbau der Marke beigetragen haben, sagte Becker.
EM.TV war eng mit Leo Kirchs einst mächtigem und weit verzweigtem Imperium aus Medienfirmen, Filmrechten, Fernsehsendern, Filmproduktionen und millionenschweren Beteiligungen verbunden. Die Firma gilt bis heute als Beispiel für die erhitzte Stimmung an den Börsen durch die Interneteuphorie zu Anfang dieses Jahrzehnts.
Escada hatte am 13. August beim Amtsgericht München Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens gestellt, nachdem zuvor ein Umschuldungsversuch mit den Anleihegläubigern gescheitert war.
manager-magazin.de mit Material von afp und ddp
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