Aschheim - Der vorläufige Insolvenzverwalter der Escada AG
, Christian Gerloff, hat sich zuversichtlich über die Zukunft des angeschlagenen Modeunternehmens geäußert. "Mein erster Eindruck ist, dass die Escada AG sehr gut auf das Insolvenzverfahren vorbereitet ist", sagte er am Freitag in Aschheim bei München. Der Münchener Rechtsanwalt fügte hinzu, diese sorgfältige Vorbereitung trage dazu bei, dass aus heutiger Sicht Chancen für eine Betriebsfortführung bestünden.
Der Luxusmodekonzern Escada hatte am Donnerstag Insolvenz beantragt. Der Vorstand der Escada AG reichte den Antrag beim Amtsgericht München ein. Betroffen von der Pleite sind weltweit rund 2300 Beschäftigte.
Escada schrieb seit Jahren Verluste, trotz mehrerer Restrukturierungsprogramme gelang es dem Unternehmen nicht, diese einzudämmen. Im Geschäftsjahr 2007/2008 weitete Escada den Jahresfehlbetrag von 27 Millionen auf 70 Millionen Euro aus. In den vergangenen Monaten veräußerte Escada die zur Tochtergesellschaft Primera gehörenden Beteiligungen. Das Unternehmen unterhält nach eigenen Angaben 194 Filialen und 226 Franchise Shops in rund 60 Ländern.
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