7.20 Uhr: Die japanische Notenbank hat den Leitzins wie erwartet unverändert bei 0,1 Prozent belassen. Dies entschieden die Notenbanker am Dienstag einstimmig. Die Bank von Japan bekräftigte zudem ihre Einschätzung, dass die Talfahrt der japanischen Wirtschaft gestoppt und infolge eines deutlichen Anstiegs der Industrieproduktion eine Erholung zu erwarten sei. Im monatlichen Bericht der japanischen Regierung hieß es, Wirtschaft und Konsumausgaben wiesen Anzeichen einer Erholung auf. Die Lage bleibe jedoch schwierig und der Arbeitsmarkt verschlechtere sich weiterhin. Einer Reuters-Umfrage zufolge ist Japans Wirtschaft nach vier rückläufigen Quartalen in Folge von April bis Juni um 1,0 Prozent gewachsen.
7.10 Uhr: Das deutsche Baugewerbe befürchtet, dass das Konjunkturpakets II in diesem Jahr kaum zu einer Belebung des Branchengeschäfts beitragen wird. Maximal 20 Prozent der 10 Milliarden Euro, die den Kommunen für öffentliche Investitionen in Infrastruktur und Bildung durch den Bund zur Verfügung gestellt werden, würden in diesem Jahr bei den Baufirmen real ankommen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Baugewerbes, Karl Robl, der "Berliner Zeitung". Vorgesehen war, dass bis Ende 2010 die Hälfte der 10 Milliarden Euro ausgegeben werden. "Eine konjunkturstützende Wirkung des Pakets ist derzeit bei uns noch nicht zu erkennen", sagte Robl.
6.50 Uhr: Nach seiner Verstaatlichung will sich der krisengeschüttelte Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) durch die Auslagerung von Problemengagements gesundschrumpfen. Das Institut müsse letztlich wieder alleine überlebensfähig sein, sagte Vorstandschef Axel Wieandt dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Zunächst wolle die HRE in den kommenden Monaten mit dem Rettungsfonds SoFFin zu einer Grundsatzvereinbarung über die Auslagerung von Problemkrediten und nicht-strategischem Geschäft in eine sogenannte Bad Bank kommen. Es könnten Vermögenswerte in einem dreistelligen Milliardenbetrag übertragen werden.
6:45 Uhr: Das US-Finanzinstitut State Street
fürchtet im Rahmen von staatlichen Ermittlungen höhere Strafen als bisher angenommen. US-Behörden untersuchen derzeit, ob das Unternehmen Anlegern verschwiegen hat, dass manche seiner Fonds stark in riskante "Subprime"-Kredite investiert hatte. Für mögliche Strafzahlungen im Rahmen der Ermittlung hatte der Konzern vor zwei Jahren 625 Millionen Dollar zurückgestellt. Am Montag erklärte State Street, diese Rückstellungen würden möglicherweise nicht ausreichen. Die Aktie von State-Street schloss 2,4 Prozent schwächer.
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