16.07.2009
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Arcandor

Chefsanierer geht im Streit

Der Arcandor-Generalbevollmächtigte, Horst Piepenburg, legt sein Amt nieder. Hintergrund ist offenbar eine Auseinandersetzung mit Großaktionär Sal. Oppenheim.

Essen/Düsseldorf - Der Düsseldorfer Sanierungsexperte Horst Piepenburg hat aus Protest gegen das mangelnde Engagement von Großaktionär Sal. Oppenheim Donnerstag sein Mandat als Generalbevollmächtigter des Vorstands der Arcandor Chart zeigen AG niedergelegt. Das teilte der Handels- und Reisekonzern am Abend mit.

Der Sanierer geht: Bevollmächtigter Piepenburg (M.), Insolvenzverwalter Görg (l.), Unternehmenschef Eick
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DPA

Der Sanierer geht: Bevollmächtigter Piepenburg (M.), Insolvenzverwalter Görg (l.), Unternehmenschef Eick

"Das Insolvenzantragsverfahren der Arcandor AG und seiner insolventen Tochtergesellschaften bleibt von diesem Schritt unberührt", hieß es weiter. Diese Verfahren würden voraussichtlich bis Ende August dauern.

Piepenburg erklärte zur Begründung, eine Eigenverwaltung könne nur mit Unterstützung der Gesellschafter erfolgreich sein kann. "Die Unterstützung des Großaktionärs der Arcandor AG Sal. Oppenheim gibt es heute positiv nicht. Deshalb hat die Eigenverwaltung keine Grundlage. Konsequenterweise habe ich daher die Generalvollmachten zurückgegeben", erklärte der Anwalt. Piepenburg, einer der führenden Insolvenzfachleute Deutschlands, war eigenes von Arcandor geholt worden, um die Weichen für eine Insolvenz in Eigenverwaltung zu stellen.

Arcandor betonte, Piepenburg werde die Restrukturierung des Konzerns als Berater weiter unterstützen. Auch Piepenburg erklärte, der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze und des Kernbereichs der Arcandor-Gesellschaften sei aller Mühe wert, sich weiter zu engagieren. Dies werde er in Zusammenarbeit und unter Führung des vorläufigen Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg fortsetzen.

Arcandor-Chef Karl Gerhard Eick kündigte an, er werde sich weiterhin dafür einsetzen, Investoren für eine mit den Instrumenten der Insolvenzordnung sanierte Arcandor-Gruppe zu überzeugen. "Bis Mitte August werde ich alle gebotenen Chancen nutzen, Investoren für die Umsetzung eines Sanierungskonzepts zu gewinnen und damit für den Erhalt der Arcandor AG und ihrer Arbeitsplätze."

Görg ergänzte: "Für den weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens ändert sich nichts. Wir erhalten uns sämtliche Optionen, die Unternehmen der Arcandor-Gruppe zu sanieren - auch die Möglichkeit von Insolvenzplanverfahren werden wir im Auge behalten."

manager-magazin.de mit Material von ap

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