Schifffahrtmanager magazin RSS  - Industrie - Schifffahrt


09.07.2009
Twitter GooglePlus Facebook

Reedereien

Hapag-Lloyd in schwerer See

2. Teil: Im ersten Quartal 222 Millionen Euro verloren, im zweiten wohl nicht weniger

Ähnlich sieht es bei der Stadt Hamburg aus, mit durchgerechnet 23 Prozent der zweitgrößte Eigner. Die Stadt hat sich schon im Zusammenhang mit der HSH Nordbank finanziell bis aufs Hemd entblößt. Mögliche neue Zahlungen an Hapag-Lloyd sind denn auch sofort in den parteipolitischen Streit geraten. Der Speditionsunternehmer Klaus- Michael Kühne hatte zunächst öffentliche Sparappelle an Hapag-Lloyd gerichtet und ist nun verstummt.

International aktiv: Ein Hapag-Lloyd-Container in Hongkong
Zur Großansicht

International aktiv: Ein Hapag-Lloyd-Container in Hongkong

Er hat den Spaß an seinem Engagement von 15 Prozent wohl verloren und nahm an der Eigentümerversammlung nicht teil. Die HSH Nordbank als weiterer Eigner kann selbst nur durch staatliche Hilfe überleben. Und die beiden Versicherungen Signal Iduna und Hanse-Merkur müssen bei ihrer Geldanlage zum Schutz der Versicherten feste Regeln beachten und können nicht nach Gutdünken Kapital in die Schifffahrt lenken.

Die entscheidende Frage für Hapag-Lloyd und alle anderen Reedereien lautet: Wie lange dauert die Krise, wann geht es wieder aufwärts? Seit dem vergangenen Herbst sind die Frachtraten, die Preise für den Warentransport, drastisch gefallen. Immer weniger Container, aber auch Kohle und Stahl, müssen transportiert werden; immer mehr Schiffe drängen in den Markt.

Im ersten Quartal 222 Millionen Euro verloren

Wegen der Unwägbarkeiten sind gegenwärtig keine Marktprognosen und -einschätzungen von Banken oder maritimen Institutionen erhältlich, so wenig wie aktuelle Daten zum Containertransport. Aber eigentlich sind alle einig: 2009 kann man als Katastrophenjahr abhaken; gegenwärtig verdient keine Reederei auf der Welt Geld. Und 2010 wird es noch nicht viel besser.

Hapag-Lloyd hat im ersten Quartal 222 Millionen Euro verloren und im zweiten vermutlich nicht weniger. Die Reederei hat sich mit einem rigiden Sparprogramm, einem Investitionsstopp und Personalabbau auf die Krise eingestellt.

Andere Reedereien reagieren ähnlich, sparen und besorgen sich neues Kapital von Eigentümern oder Banken. Dazu gibt es Zusammenarbeit auf manchen Strecken; Schiffe werden stillgelegt, Frachtraten angehoben, wo immer es möglich scheint. Wer den längsten Atem hat und überlebt, übernimmt nach der Krise die beste Startposition. Denn eines erwarten die Reederei-Chefs mit Sicherheit: Den Aufschwung nach der Krise.

Von Eckart Gienke, dpa

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Neue Kreuzfahrtschiffe
Rabattschlacht auf den Ozeanen
Neue Schiffspleiten
NordLB soll Fondsrettung blockiert haben
Erstmals seit Monaten
Zahl ungenutzter Schiffe sinkt
1200 Anleger betroffen
Frachter-Flottenfonds von HCI ist pleite

© manager magazin online 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken