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30.06.2009
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Krisenticker

Ölpreise fallen um mehr als zwei Dollar

Die US-Börsen schließen mit Kursverlusten. Die britische Wirtschaft steckt so tief in der Rezession wie seit 35 Jahren nicht mehr. Die Ölpreise sinken um mehr als zwei Dollar. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.05 Uhr: Die US-Börsen haben mit Verlusten geschlossen. Grund für den Pessimismus waren enttäuschende Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel mit einem Minus von 1 Prozent bei 8447 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 8393 und 8560 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 0,9 Prozent auf 919 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab um 0,5 Prozent auf 1835 Punkte nach.

Kehrtwende: US-Verbrauchervertrauen bringt Ölpreis unter Druck
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REUTERS

Kehrtwende: US-Verbrauchervertrauen bringt Ölpreis unter Druck

20.35 Uhr: Die Ölpreise sind nach einem gesunkenen US-Verbrauchervertrauen um mehr als zwei Dollar gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete 69,27 Dollar und damit 2,17 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im August fiel um 2,35 Dollar auf 68,64 Dollar. In der Nacht zum Dienstag war der WTI-Preis noch auf bis zu 73,38 Dollar und der Brent-Preis auf bis zu 73,50 Dollar gestiegen.

20.26 Uhr: Die deutschen Aktien haben im späten Parketthandel etwas nachgegeben. Der L-Dax schloss bei 4806,72 Zählern, nachdem der Index auf Xetra bereits 1,56 Prozent auf 4808,64 Zähler verloren hatte.

19.40 Uhr: Die US-Regierung wird nach den Worten des AIG-Chefs womöglich für immer der Haupteigentümer des ehemaligen Versicherungsgiganten bleiben. Bei der ersten Hauptversammlung nach der Implosion der American International Group in New York sagte der von der Regierung im September eingesetzte Edward Liddy, es gebe keine Garantie dafür, dass sich an der staatlichen Beteiligung von knapp 80 Prozent jemals etwas ändern werde.

Die Wahrscheinlichkeit sei jedoch groß, dass AIG die staatlichen Kredite über 83 Milliarden Dollar irgendwann zurückzahlen könne. Gebeutelten Aktionären - deren Papiere im Sog der Finanzkrise von 100 Dollar auf gut ein Dollar gefallen sind - sprach Liddy sein Beileid aus.

19.30 Uhr: Europas größter Einzelhändler Carrefour will 4,5 Milliarden Euro sparen. Bis 2012 sollten die Kosten um diesen Betrag sinken, sagte Vorstandschef Lars Olofsson in Paris. Erreichen will Carrefour dies durch eine Senkung der operativen Aufwendungen, einer kürzeren Lagerdauer und verbesserten Einkaufskonditionen.

18.15 Uhr: Die britische Wirtschaft steckt so tief in der Krise wie seit 35 Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte nach Angaben der Statistikbehörde im ersten Quartal dieses Jahres deutlich stärker als aus ersten Schätzungen hervorgeht. Das BIP verringerte sich im Vergleich zum Vorquartal um 2,4 Prozent. So schlecht ging es der Wirtschaft zuletzt 1974. Die Statistiker rechneten erst mit einem Rückgang von 1,9 Prozent.

17.44 Uhr: Die deutschen Banken sollen ihre Bilanzen in einem größeren Umfang von Schrottpapieren reinigen können als bisher von der großen Koalition geplant. Die Experten von Union und SPD einigten sich auf einen früheren Stichtag für die Bilanzbereinigung. Außerdem wird den kriselnden Landesbanken eine Ausgliederung ganzer Geschäftsbereiche in neue öffentlich-rechtliche Anstalten auf Landesebene erlaubt.

17.42 Uhr: Enttäuschende US-Konjunkturdaten haben den Dax belastet. Der Leitindex ging 1,6 Prozent tiefer bei 4808 Punkten aus dem Handel. Ein erneut sinkendes US-Verbrauchervertrauen sowie weiter fallende Häuserpreise in den USA drücken den US-Leitindex Dow Jones tiefer in die Verlustzone.

16.34 Uhr: Die EU-Kommission hat den Notkredit zur Rettung von Quelle genehmigt. Die Beihilfe erfülle die EU-Kriterien zur Rettung von Unternehmen in Schwierigkeiten, weil die Hilfe in Form eines Darlehens gewährt werde und zeitlich befristet sei. Das teilte die Kommission in Brüssel mit.

Hoffnung für Quelle: Die EU genehmigt die Staatshilfe
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DPA

Hoffnung für Quelle: Die EU genehmigt die Staatshilfe

16.04 Uhr: In den USA hat sich die Stimmung der Verbraucher im Juni überraschend eingetrübt. Der vom Conference Board ermittelte Index sei von revidiert 54,8 Punkten im Vormonat auf 49,3 Punkte gefallen, teilte das private Forschungsinstitut in Washington mit. Volkswirte hatten indes mit einem Anstieg auf 57,0 Punkte gerechnet. Der Vormonatswert war ursprünglich mit 54,9 Punkten angegeben worden.

15.45 Uhr: In der Region Chicago hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Juni überraschend deutlich aufgehellt. Der entsprechende Index sei von 34,9 Punkten im Vormonat auf 39,9 Punkte gestiegen, teilte die regionale Einkaufsmanagervereinigung von Chicago mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 38,3 Punkten gerechnet.

15.10 Uhr: Die Häuserpreise in den 20 größten Ballungsgebieten der USA sind im April weiter gefallen. Der Preisrückgang im April war der 23. in Folge und betrug 18,1 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilte das private Institut S&P/Case-Shiller am Dienstag in Washington mit.

Zum Vormonat sank der Index im April um 0,6 Prozent, nachdem er im März noch um 2,2 Prozent gefallen war. Die Talfahrt der Häuserpreise geht damit weiter, auch wenn sich das Tempo des Preisrückgangs etwas abgeschwächt hat. Ihren Höhepunkte hatten die Häuserpreise Mitte 2006 erreicht.

14.55 Uhr: Die angeschlagene WestLB wird zunächst weiter von einem kommissarischen Bankchef geleitet. Die Berufung von Dietrich Voigtländer zum ordentlichen Vorstandsvorsitzenden sei auf dessen Wunsch vertagt worden, teilte die WestLB AG nach einer Aufsichtsratssitzung in Düsseldorf mit.

Lloyds streicht Stellen: Seit Januar sind 7000 Stellen weggefallen
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Lloyds streicht Stellen: Seit Januar sind 7000 Stellen weggefallen

14.38 Uhr: Bei der britischen Bankengruppe Lloyds ist immer noch kein Ende der Krise in Sicht. Die teilverstaatlichte Bank streicht weitere 2100 Stellen in den kommenden drei Jahren. Betroffen seien diesmal Mitarbeiter im Geschäftskundenbereich und der Verwaltung. Die Bankengruppe gehört zu 43 Prozent dem Staat. Sie entstand nach einer Notfusion zwischen Lloyds TSB und HBOS im Januar. Seitdem sind 7000 Arbeitsplätze gestrichen worden. Die Lloyds-Gruppe hat insgesamt 135.000 Beschäftigte.

14.30 Uhr: Die Deutsche Bank hat ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im kommenden Jahr angehoben. Das Institut erwartet nun einen Anstieg von 2,5 Prozent in 2010, bislang hatte die Prognose auf 2 Prozent gelautet. "Die Anhebung erfolgt wegen deutlich verbesserter Aussichten für die Industrieländer, wo das Wachstum nächstes Jahr nun bei einem Prozent gesehen wird, verglichen mit zuvor 0,3 Prozent", schrieb die Bank.

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