Von Michael Freitag
Hamburg - Der Automobilkonzern Daimler
erwägt eine Beteiligung am Konkurrenten Porsche
. Die Gespräche befänden sich in fortgeschrittenem Stadium, wie manager-magazin.de erfahren hat. Daimler-Chef Dieter Zetsche und Porsches Vorstandsvorsitzender Wendelin Wiedeking hätten die möglichen Optionen eines Einstiegs bereits Ende Mai diskutiert, hieß es in Finanzkreisen. Diskutiert wird demnach, dass Daimler über eine Kapitalerhöhung Aktien der Porsche SE übernimmt.
Daimler würde sich damit indirekt auch an Europas größtem Automobilhersteller Volkswagen
Möglich sei auch, dass Daimler Porsche ein Paket VW-Optionen abnehme, erfuhr manager-magazin.de aus den Finanzkreisen. Über die Optionen hat sich Porsche die Möglichkeit gesichert, weitere rund 25 Prozent der Volkswagen-Aktien zu einem festgesetzten Kurs zu kaufen. Porsche fehlt aber das Geld, die Optionen aufzulösen und die Aktien zu bezahlen.
In der vergangenen Woche hatten sich führende Mitglieder der Familien Porsche und Piëch in Salzburg getroffen. Den Clans gehören 100 Prozent der Porsche-Stammaktien. Wiedeking bat die Familien um Zustimmung, einen Teil der Anteile an externe Investoren abzugeben. Er legte sich dabei nicht auf einen bestimmten Investor fest. Die Teilnehmer verweigerten aber zunächst ihre Zustimmung. Die Familien werden Anfang kommender Woche zu einem weiteren Treffen zusammen kommen.
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