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27.05.2009
 

Rettungsweg

"Insolvenz wäre das Beste für Opel"

Von Arvid Kaiser

Die Bundesregierung hat die Qual der Wahl zwischen gleich mehreren fragwürdigen Konzepten für Opel. Könnte Gläubigerschutz einen Ausweg bieten? Der führende Insolvenzrechtler Hans Haarmeyer empfiehlt im Interview mit manager-magazin.de, dem Wort Insolvenz seinen Schrecken zu nehmen.

mm.de: Herr Professor Haarmeyer, Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat mit seiner Bemerkung zu einer möglichen Insolvenz von Opel heftigen Widerspruch geerntet. Wie stehen Sie dazu?

  Hans Haarmeyer  ist Juraprofessor an der Fachhochschule Koblenz und einer der führenden deutschen Insolvenzrechtler. Er war selbst Konkursrichter, ist Gründer der "Zeitschrift für das gesamte Insolvenzrecht" und Leitender Direktor des Deutschen Instituts für angewandtes Insolvenzrecht (DIAI). Mit dem Unternehmen Zertrate hat er ein Ranking für die Qualität von Insolvenzverwaltern entwickelt.
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Hans Haarmeyer ist Juraprofessor an der Fachhochschule Koblenz und einer der führenden deutschen Insolvenzrechtler. Er war selbst Konkursrichter, ist Gründer der "Zeitschrift für das gesamte Insolvenzrecht" und Leitender Direktor des Deutschen Instituts für angewandtes Insolvenzrecht (DIAI). Mit dem Unternehmen Zertrate hat er ein Ranking für die Qualität von Insolvenzverwaltern entwickelt.

Haarmeyer: Es ist aus meiner Sicht sachlich geboten, deutlich zu machen, dass es neben einem Verkauf auch andere Optionen für Opel gibt. Wir haben in Deutschland das weltweit beste Sanierungsinsolvenzrecht, aber immer noch das Problem, dass das Thema negativ belastet ist. Da hat Herr zu Guttenberg genau richtig gehandelt, die Öffentlichkeit auch auf diese Option vorzubereiten.

mm.de: Aber es widerspricht der Linie der Bundesregierung, einen privaten Investor als Opel-Retter zu suchen.

Haarmeyer: Wenn die Investoren alternativlos gehandelt werden, macht sich die Regierung erpressbar. Die Bieter merken schon, dass sich die Politik sehr weit aus dem Fenster gelehnt hat. Wenn Fiat-Chef Sergio Marchionne sein Konzept binnen Tagen um Milliardenbeträge korrigiert, fragt man sich doch, wie ernst das gemeint ist. Keines der vorgelegten Konzepte ist wirklich überzeugend. Das haben wir davon, dass die Politiker sich gern als Konzernretter aufspielen wollen. Dass das nicht gut ausgeht, konnten wir schon im Fall Holzmann beobachten.

mm.de: Bedeutet eine Insolvenz nicht das Ende für Opel?

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