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10.05.2009
 

Arcandor

Eick will Staatshilfen beantragen

Die Karstadt-Mutter Arcandor will zur Bewältigung ihrer drängenden Finanzprobleme den Staat um Hilfe bitten. "Wir streben an, in Kürze über die Banken einen offiziellen Antrag auf Staatsbürgschaften zu stellen", sagte Konzernchef Karl-Gerhard Eick.

Berlin - Der Touristik- und Handelskonzern Arcandor Chart zeigen sieht trotz seiner angespannten Finanzlage keine Gefahr, die Löhne für diesen Monat nicht zahlen zu können. "Die Mai-Gehälter unserer Mitarbeiter sind nach heutiger Informationslage durch ausreichende Liquidität abgesichert", zitierte die "Bild am Sonntag" Vorstandschef Karl-Gerhard Eick. "Es besteht also kein Grund zur Besorgnis."

Krisenmanager gefragt: Arcandor-Chef Eick
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DDP

Krisenmanager gefragt: Arcandor-Chef Eick

Arcandor (Karstadt, Primondo, Thomas Cook) hatte am Freitag überraschend mitgeteilt, die Veröffentlichung seiner Zahlen für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2008/09 zu verschieben. Die Zahlen sollen nun erst am 29. Mai vorgelegt werden und nicht wie ursprünglich geplant am 14. Mai. Als Gründe nannte Arcandor die Neuordnung des Konzerns, das jüngst vorgelegte Konsolidierungsprogramm sowie die laufenden Verhandlungen mit den Banken.

Eick hatte angekündigt, der Konzern benötige in den kommenden fünf Jahren bis zu 900 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln. Mit den Hauptaktionären würden Gespräche über eine Kapitalerhöhung geführt. Im Juni muss Arcandor zudem Kredite von 650 Millionen Euro refinanzieren.

Zu den Gesprächen mit den Banken sagte Eick der Zeitung nun allgemein, diese seien "wie erwartet für beide Seiten anstrengend". Er sei aber weiter zuversichtlich, eine Lösung zu finden. Dass Arcandor für die angestrebte Sanierung seiner Meinung nach auch die Hilfe der Politik braucht, hatte Eick unlängst unterstrichen. Nun sagte er: "Wir streben an, in Kürze über die Banken einen offiziellen Antrag auf Staatsbürgschaften zu stellen."

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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