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22.04.2009
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Krisenticker

GM kann Kredit nicht rechtzeitig ablösen

8. Teil: EZB will Zinsen weiter senken

5.27 Uhr: Japans Handelsbilanz für 2008 hat erstmals seit 28 Jahren ein Defizit verbucht. Wie das Finanzministerium am Mittwoch in Tokio mitteilte, lag das Defizit bei 725,32 Milliarden Yen (5,7 Milliarden Euro). Das Ministerium begründete die Entwicklung mit gestiegenen Rohstoffpreisen und gesunkenen Exporten in die USA und andere große Wirtschaftsnationen. Im Fiskaljahr 2008, das im März zu Ende ging, seien die japanischen Exporte um den Rekordwert von 16,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 71,14 Billionen Yen gefallen, hieß es in dem Bericht. Die Importe seien um 4,1 Prozent auf 71,87 Billionen Yen geschrumpft. In beiden Fällen sei es der erste Rückgang in sieben Jahren gewesen.

Erhebliche Belastungen befürchtet: Die EZB gibt sich wenig optimistisch
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AFP

Erhebliche Belastungen befürchtet: Die EZB gibt sich wenig optimistisch

5.21 Uhr: Die Aktien des seit Jahren Verluste schreibenden japanischen Elektronikkonzerns Pioneer haben sich am Mittwoch um zeitweise mehr als 20 Prozent verteuert. Grund waren Berichte, wonach das Unternehmen sich um staatliche Finanzhilfen bemühen will.

Die Wirtschaftszeitung "Nikkei" meldete am Mittwoch, der Staat werde Pioneer mit 30 Milliarden Yen (etwa 235 Millionen Euro) unter die Arme greifen. Der Konzern selbst erklärte, er denke über verschiedene Zukunftsmöglichkeiten nach. Am Vortag hatten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters gesagt, Pioneer erwäge, sich um öffentliche Gelder zu bemühen.

4.30 Uhr: Der Euro Chart zeigen hat am Mittwoch im fernöstlichen Devisenhandel nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,2928 Dollar nach 1,2933 Dollar im späten New Yorker Dienstagshandel. Zur japanischen Währung verbilligte der Euro sich um 0,4 Prozent auf 127,30 Yen. Händler begründeten die derzeitige Schwäche des Euro erneut mit der Unsicherheit über weitere geldpolitische Schritte der Europäischen Zentralbank. Ein Dollar kostete 98,29 Yen. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,5104 und zum Dollar mit 1,1676.

3.22 Uhr: Bundesbankpräsident Axel Weber sieht bislang keine deutlichen Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung. Europas Wirtschaft habe in den ersten drei Monaten des Jahres mehr nachgegeben als erwartet, sagte er in einem Interview der in London erscheinenden "Financial Times" (Mittwochausgabe). Der Druck auf die Wirtschaft werde zwar etwas nachlassen angesichts von zwei "ziemlich guten" Monaten für den Bankensektor im Januar und Februar. Bisher gebe es aber keine klaren Signale, dass sich die Lage in Deutschland und Europa einpendle.

2.44 Uhr: Steuerschätzer erwarten bis 2013 im Zuge der Wirtschaftskrise einem Zeitungsbericht zufolge Ausfälle im dreistelligen Milliardenbereich. Die "Berliner Zeitung" meldete vorab aus ihrer Mittwochausgabe, ihren Informationen zufolge gingen mit der Steuerschätzung befasste Experten in ersten Berechnungen davon aus, dass Bund, Länder und Gemeinden in diesem und in den kommenden vier Jahren bis zu 200 Milliarden Euro weniger einnähmen als bisher erwartet. Allein im laufenden Jahr fehlten danach aufgrund der Rezession zwischen 25 und 30 Milliarden Euro. Das Loch werde dann von Jahr zu Jahr größer, weil auch für die Folgejahre die Schätzungen nach unten korrigiert werden müssten, berichtete die Zeitung. Weitere Ausfälle entstünden durch die Steuererleichterungen im Rahmen der beiden Konjunkturpakete.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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