22.30 Uhr: Beim Online-Marktplatz Ebay
ist der Gewinn zum Jahresauftakt angesichts der Wirtschaftskrise erneut eingebrochen. Der Überschuss fiel im ersten Quartal zum Vorjahr um 22 Prozent auf 357 Millionen Dollar (274 Millionen Euro). Der Umsatz sank um 8 Prozent auf 2,0 Milliarden Dollar, wie das weltgrößte Internet-Auktionshaus im kalifornischen San Jose mitteilte.
22 Uhr: Der New Yorker Aktienmarkt ist in der letzten Stunde noch einmal deutlich abgerutscht. Der Dow-Jones-Index
der Standardwerte notiert zum Handelsschluss mit einem Minus von 1,0 Prozent bei 7886 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index
schließt 0,8 Prozent tiefer bei 843 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq
geht dagegen 0,1 Prozent im Plus bei 1645 Punkten aus dem Handel. Alle Indizes hatten im Verlauf deutliche Gewinne verbucht.
20.30 Uhr: Fast ein Jahr nach dem Beginn der Tarifverhandlungen für die 240.000 Mitarbeiter der privaten und öffentlich-rechtlichen Banken gibt es eine Einigung. Die Beschäftigten sollen rückwirkend zum 1. November 2,5 Prozent mehr Gehalt bekommen, teilte die Arbeitgeberseite am Mittwochabend mit. Der neue Tarifvertrag solle eine Laufzeit von 22 Monaten haben.
20 Uhr: Die New Yorker Börse dreht ins Minus. Der Leitindex Dow Jones
notiert mit 7953 Punkten 0,2 Prozent unter dem Schlusskurs von Dienstag. Der infolge neuer Konjunktursorgen gefallene Ölpreis belastet die Kurse von Energiekonzernen wie Exxon Mobil
oder Chevron
. Aktien des Autokonzerns General Motors
stehen unter Druck, weil die Firma einen Milliardenkredit nicht rechtzeitig zurückzahlen will.
19.30 Uhr: Der angeschlagene US-Automobilhersteller General Motors
wird eine Milliarde Dollar an Schulden nicht fristgerecht tilgen. Die Rückzahlungsfrist endet am 1. Juni. Stattdessen wolle der Automobilhersteller seinen Gläubigern ein Umschuldungsangebot vorlegen, sagte Finanzchef Ray Young am Mittwoch. Ein Gang vor den Insolvenzrichter sei wahrscheinlich. Der Automobilhersteller will seinen Gläubigern in den kommenden Tagen ein Angebot zum Tausch von Schulden gegen Aktien vorlegen. Dadurch sollen die unbesicherten Schulden, die zurzeit bei 28 Milliarden Dollar liegen, deutlich gesenkt werden.
19.15 Uhr: Die EU-Kommission drängt auf eine rasche Änderung der internationalen Bilanzierungsregel für faule Wertpapiere in den Bankbilanzen. EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy forderte das für die Standards zuständige Gremium, das International Accounting Standards Board (IASB), dazu auf, den Banken wie bereits in den USA geschehen mehr Freiheiten bei der Bewertung der Schrottpapiere einzuräumen.
"Die Frustration einiger Mitgliedstaaten hat die Grenze des Erträglichen erreicht, und sie erwarten ziemlich umgehend eine Reaktion des IASB", sagte McCreevy. Der IASB-Vorstand beriet gleichzeitig in London über den Wunsch der EU-Staaten. Bislang äußerte sich das Gremium kritisch zum Vorgehen der US-Behörde FASB und hielt an der Bewertung zu aktuellen Marktpreisen (Fair Value) fest. "Wir sind diejenigen, die dem IFRS Zugkraft verliehen haben", betonte McCreevy. Es sei zwar gut, eine unabhängige Institution als Standardsetzer zu haben. Doch diese müsse auch die Interessen der Nutzer, die ihr Glaubwürdigkeit verliehen hätten, berücksichtigen. Die US-Banken profitierten mit ihren fast durchweg erfolgreichen Berichten zum ersten Quartal schon von den neuen FASB-Regeln.
18.30 Uhr: Der weltgrößte Luxusgüterhersteller LVMH
hat mit seinem Umsatz im ersten Quartal die Marktprognosen verfehlt. Die Erlöse seien um 7 Prozent auf 4,018 Milliarden Euro gesunken, teilte das Unternehmen in Paris mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 4,125 Milliarden Euro gerechnet.
17.45 Uhr: Der deutsche Leitindex Dax
hat den Weg in die Gewinnzone gefunden und sehr fest geschlossen. Nachdem er im Tagesverlauf zwischen Gewinnen und Verlusten gependelt war, schloss der Dax schließlich mit plus 2,1 Prozent auf 4594,42 Zählern und kletterte damit nahe an die 4600 Punkte-Marke. Der MDax
gewann 2,3 Prozent auf 5220,18 Zähler. Der TecDax
stieg um 2,9 Prozent auf 564,98 Punkte. "Die schlechten Nachrichten wurden verdaut und jetzt geht es weiter in der Bärenmarktrally", sagte ein Aktienhändler.
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