11.04.2009
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Innovation

Karmann kündigt Elektroauto an

Mitten in der Krise eine gute Nachricht: Der insolvente Autobauer Karmann tüftelt an mehreren Prototypen eines Elektroautos. Das Gefährt mit einer Spitzengeschwindigkeit von 140 Stundenkilometern soll Ende April vorgestellt werden.

Berlin/Osnabrück - Der insolvente Cabrio-Spezialist Karmann hat laut "Welt am Sonntag" einen Auftrag für mehrere Prototypen eines Elektroautos. Die Sportlimousine E3 soll mit einer Reichweite von 150 Kilometern und einer Geschwindigkeit von 140 Stundenkilometern nicht nur für den Stadtverkehr, sondern auch für Pendler geeignet sein.

Der Akku sei anders als bei Modellen anderen Entwickler nicht im Innenraum, sondern im Unterboden untergebracht, berichtet die Zeitung. Bis zu sechs Prototypen für den Oldenburger Energieversorger EWE sollten bis Oktober produziert werden. Erstmals soll das Auto auf der Hannover Messe Ende April vorgestellt werden.

Zeichen der Zukunft: So mancher Hersteller hat bereits ein Elektroauto entworfen oder will es in naher Zukunft auf den Markt bringen. Noch aber bleiben diese Fahrzeuge der Ausnahmefall auf den Straßen.
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DDP

Zeichen der Zukunft: So mancher Hersteller hat bereits ein Elektroauto entworfen oder will es in naher Zukunft auf den Markt bringen. Noch aber bleiben diese Fahrzeuge der Ausnahmefall auf den Straßen.

Karmann hatte am Mittwoch wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt. Das Traditionsunternehmen machte die weltweite Autokrise und die Sozialplankosten für diesen Schritt verantwortlich. Von der Pleite sind mehrere Tausend Mitarbeiter betroffen.

Der Karmann-Insolvenzverwalter, der Frankfurter Anwalt Ottmar Hermann, hatte sich am Donnerstag optimistisch gezeigt und Mut gemacht. Er verwies auf den guten Ruf des Cabriobauers und die Kundenzufriedenheit. Wie hoch der akute Finanzbedarf des Unternehmens ist, konnte er allerdings noch nicht sagen. Doch er stellte klar, im Augenblick sei es wichtig, schnell Investoren und damit die nötigen Finanzmittel zu bekommen. Er will das Traditionsunternehmen soweit wie möglich erhalten.

Derweil nahm VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) im Zusammenhang mit der Karmann-Pleite in Schutz. Mangelnden Einsatz könne man dem Politiker nicht vorwerfen, sagte Osterloh der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er selbst habe erlebt, wie Wulff das Thema Karmann "fast gebetsmühlenartig immer wieder an allen Stellen eingebracht hat". Dem Regierungschef war vorgeworfen worden, sich als Aufsichtsratsmitglied von VW nicht genug für Aufträge an die Karmann- Gruppe eingesetzt zu haben. Osterloh kündigte an, in der kommenden Woche noch einmal mit Wulff über Karmann sprechen zu wollen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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