Freitag, 10. Februar 2012, 01:51 Uhr

manager magazin



06.04.2009
 

Unterstützungspakt

Milliardenhilfe für US-Notenbank

Die führenden Zentralbanken haben im Kampf gegen die Finanzkrise eine weitere Verteidigungslinie aufgebaut. Die Europäische Zentralbank, die Schweizerische Nationalbank, die Bank of England und die Bank of Japan wollen den US-Zentralbankern notfalls mit einer Devisenspritze in Höhe von bis zu 287 Milliarden Dollar unter die Arme greifen.

Frankfurt am Main - Mehrere führende Notenbanken stellen der US-Finanzindustrie bei Bedarf zusätzliche Liquidität in ausländischen Währungen zur Verfügung. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag in Frankfurt mitteilte, wurden entsprechende Abkommen über so genannte Devisenswaps zwischen ihr, der US-Notenbank, der Bank von Japan (BoJ) und den Notenbanken der Schweiz (SNB) und Großbritanniens (BoE) unterzeichnet.

Gegenseitiger Beistand: Weltweit führende Notenbanken helfen sich mit Devisen aus
Zur Großansicht
AFP

Gegenseitiger Beistand: Weltweit führende Notenbanken helfen sich mit Devisen aus

Die EZB stellt der US-Notenbank demnach bis zu 80 Milliarden Euro zur Verfügung, die sie notfalls an US-Banken weiterreichen kann. Die Laufzeit des Geschäfts ist begrenzt bis Ende Oktober. Von der Bank von England erhält die US-Notenbank einen Rahmen von bis zu 30 Milliarden Pfund, von der Schweizerischen Nationalbank von bis zu 40 Milliarden Franken und aus Japan bis zu zehn Billionen Yen.

Unter einem Devisenswap versteht man ein Währungsgeschäft, bei dem eine Währung in eine andere Währung umgetauscht wird, um kurzfristige Engpässe in einer der beiden Währungen zu beheben.

Im Verlauf der Finanzkrise haben mehrere Zentralbanken bereits solche Geschäfte abgeschlossen. So versorgen beispielsweise die US-Zentralbanker und die EZB kleinere Notenbanken mit Dollar- beziehungsweise Euroliquidität. Die amerikanische Zentralbank stellt außerdem seit Monaten einer ganzen Reihe von Ländern per Devisenswap Dollars zur Verfügung.

Die Zusammenarbeit der Notenbanken bei der Versorgung mit Liquidität in jeweils fremder Währung begann mit Swapabkommen zwischen der Amerikanischen, der Europäischen und der Schweizer Notenbank im Dezember 2007. Die US-Notenbanker schlossen dann während der heftigen Marktturbulenzen nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers Chart zeigen im September weitere Arrangements mit den Notenbanken Kanadas, Japans und Großbritanniens.

Außerdem bestehen mehrere Swap-Linien zwischen der Europäischen und Amerikanischen Zentralbanken sowie kleineren Notenbanken in aller Welt, im Falle der EZB vor allem in Osteuropa. Wie bereits bei früheren Devisenabkommen ging die Initiative auch dieses Mal von der US-Notenbank aus.

manager-magazin.de mit Material von dow jones und reuters

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben