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02.04.2009
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G20-Splitter

Obama erhebt London zum Wendepunkt

6. Teil: "Soziale Unruhen, strauchelnde Regierungen"

7.22 Uhr: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor sozialen Unruhen und dem Zusammenbruch ganzer Staaten als Folge der Finanzkrise gewarnt. "Was als Finanzkrise anfing, hat sich zu einer weltweiten Wirtschaftskrise entwickelt", sagte Ban in einem Interview mit der britischen Zeitung "Guardian". Er erwarte noch Schlimmeres, nämlich eine ausgewachsene politische Krise mit sozialen Unruhen, strauchelnden Regierungen und einer wütenden Bevölkerung, die den Glauben an ihre Zukunft verloren habe.

Donnerstag, 5.39 Uhr: Das designierte künftige Vorstandsmitglied der Bundesbank, Thilo Sarrazin, hat anlässlich des G-20-Finanzgipfels in London ein "Mindest-Set" von Finanzmarktregeln gefordert. Unter anderem müsse es Regeln für die Mindesteigenkapitalausstattung und reformierte Bilanzierungsregeln für Banken geben, sagte Sarrazin der "Berliner Zeitung". Vor allem forderte Sarrazin ein Weltfinanzsystem, "das ein gewisses Mindestzinsniveau sichert", erklärte Sarrazin, der derzeit noch Finanzsenator in Berlin ist. Dabei befürwortete er ein Niveau von nominal 6 Prozent bis 7 Prozent.

Mittwoch, 18.15 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy sagen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz schwierige Verhandlungen bei dem zweitägigen Treffen der G20 voraus. Merkel warnte, es dürfe bei der angestrebten besseren Regulierung der Finanzmärkte und der Stimulierung der Weltwirtschaft durch Konjunkturprogramme keinen "Kuhhandel" geben. Der Gipfel müsse vor allem konkrete Festlegungen für eine neue Finanzmarktordnung geben. Länder, die sich nicht an Abmachungen hielten, müssten beim Namen genannt werden.

Sarkozy sagte, die Positionen Deutschlands und Frankreichs seien identisch. Der französische Staatschef betonte zudem, der Gipfel müsse klarmachen, dass es keine Steueroasen geben dürfe. Es könne höchstens einen Verhandlungsspielraum darüber geben, ob eine "schwarze Liste" über Steueroasen jetzt oder später komme. Mit den Beschlüssen sei der Gipfel "noch nicht durch".

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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