21.28 Uhr: Der Sportartikelhersteller Nike hat in den vergangenen Monaten deutlich weniger verdient. Der Gewinn halbierte sich in dem Ende Februar abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal nahezu auf 244 Millionen Dollar, wie der Adidas-Konkurrent am Mittwoch in Beaverton mitteilte. Neben dem höheren Kurs des Dollar drückte eine Abschreibung von 240,7 Millionen Dollar den Gewinn, es ging dabei unter anderem um den Wert des übernommenen Rivalen Umbro. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte hingegen um 8 Prozent auf 0,99 Dollar. Analysten hatten nur mit 0,79 Dollar gerechnet. Nike-Papiere
20.40 Uhr: Der Euro
klettert nach den Fed-Aussagen auf ein Zweimonatshoch und stoppt erst knapp unter der Marke von 1,35 Dollar. Am Mittag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs noch auf 1,3130 (Dienstag: 1,2942) Dollar festgesetzt.
19.27 Uhr: Die US-Notenbank Fed greift im Kampf gegen die Rezession zu einer ihrer schärfsten Waffen und will in den kommenden Monaten in großem Stil Staatsanleihen ankaufen. Um zusätzliche Milliarden in die Wirtschaft zu pumpen sollen deshalb lang laufende Staatspapiere in einem Volumen von bis zu 300 Milliarden Dollar gekauft werden, teilte die Zentralbank am Mittwoch mit. Finanziert wird dies de facto durch die Notenpresse. Der für die Geldpolitik der Federal Reserve zuständige Offenmarktausschuss beließ den Leitzins erwartungsgemäß beim bisherigen Zielband zwischen null und 0,25 Prozent.
18.45 Uhr: Der Vorstandsvorsitzende der schwer angeschlagenen HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, ist vom Erfolg des geplanten neuen Geschäftsmodells des Kreditinstituts überzeugt. Die Landesbank von Schleswig-Holstein und Hamburg werde "ab 2011 und bei den heutigen Marktgegebenheiten betriebswirtschaftlich wieder fit sein", sagte Nonnenmacher dem "Flensburger Tageblatt" (Donnerstagausgabe). Voraussetzung sei, dass die Weltwirtschaft nicht ins Bodenlose stürze. Die Bank habe "einen gesunden Kern". Das regionale Firmenkundengeschäft und das Geschäft mit Schiffsfinanzierungen als Kerngeschäftsfelder seien auf Dauer profitabel.
18.15 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Dax
stieg um 0,2 Prozent auf 3996 Zähler. Der MDax
verringerte sich hingegen um 1,5 Prozent auf 4411 Punkte, und auch der TecDax
fiel um 0,3 Prozent auf 430 Zähler. Händler hatten bereits am Morgen die Gefahr eines Rückschlages als groß bezeichnet. Zudem werfe auch der große Verfall an den Terminbörsen am Freitag seine Schatten voraus.
16.24 Uhr: Der Keramikhersteller Villeroy & Boch schickt etwa 1800 seiner rund 2800 Mitarbeiter in Deutschland in Kurzarbeit. Diese werde für die Beschäftigten in der Sanitärproduktion auf mehrere Blöcke in diesem Jahr verteilt, kündigte eine Firmensprecherin am Mittwoch am Firmensitz im saarländischen Mettlach an. Sie bestätigte damit entsprechende Informationen der "Saarbrücker Zeitung". Grund sei die schwache Nachfrage. Während der Kurzarbeit werde die Produktion jeweils komplett gestoppt.
15.47 Uhr: Die Öllager der USA haben sich in der vergangenen Woche wieder gefüllt. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA stiegen die Rohöl-Bestände um zwei Millionen Barrel auf 353,3 Millionen Barrel und damit stärker als von Analysten mit einer Million Barrel erwartet. Die Benzin-Vorräte erhöhten sich um 3,2 Millionen Fässer auf 215,7 Millionen. Analysten hatten hier mit einem Rückgang von 1,2 Millionen gerechnet. Die Derivate - dazu zählt unter anderem Heizöl - zogen um 100.000 Barrel auf 145,5 Millionen an. Analysten hatten mit einem höheren Plus von 700.000 gerechnet. Der Ölpreis rutschte nach den Daten stärker ins Minus. WTI verbilligte sich um 4 Prozent auf 47,21 Dollar je Fass. Brent kostete mit 46,80 Dollar fast 3 Prozent weniger.
15.41 Uhr: Spaniens Sparkassen fordern staatliche Hilfen im Kampf gegen eine drohende Ausweitung der Finanzkrise. Der Sparkassenverband CECA warnte die Regierung eindringlich davor, die Probleme zu unterschätzen. "Wir müssen verhindern, dass die Krise für Spanien dramatische Ausmaße annimmt", mahnte CECA-Präsident Juan Ramon Quintas bei einem Auftritt vor einem Parlamentsausschuss, wie am Mittwoch bekannt wurde. Die Regierung dürfe sich nicht allein auf den Einlagengarantiefonds (FGD) verlassen, wenn sie einen Domino-Effekt im Bankensektor verhindern wolle.
14.33 Uhr: China hat Coca-Cola den milliardenschweren Zukauf des größten heimischen Saftherstellers Huiyuan untersagt. Die Fusion wäre schlecht für den Wettbewerb, begründete das Handelsministerium in Peking am Mittwoch die Entscheidung. Der US-Konzern wollte Huiyuan für 2,4 Milliarden Dollar kaufen, was die bislang größte Übernahme einer chinesischen Firma durch einen ausländischen Konzern gewesen wäre. Coca-Cola nannte die Entscheidung "enttäuschend" und will das Vorhaben nun fallenlassen.
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