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06.03.2009
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Krisenticker

Kaupthing-Anleger warten weiter

In Amerika verlor der Dow in dieser Woche 6 Prozent an Wert. Die insolvente isländische Kaupthing-Bank hat noch kein Geld an ihre Kunden in der Bundesrepublik überwiesen. IWF-Chef-Ökonom Olivier Blanchard fürchtet eine zähe Rezession. Und Rumäniens Haushaltsdefizit schießt in die Höhe. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.25 Uhr: Ende einer schlechten Börsenwoche in Übersee: Der Dow-Jones-Industrial-Index Chart zeigen ging in New York nach einer Berg- und Talfahrt mit plus 0,49 Prozent auf 6626,94 Zähler aus dem Handel. Zeitweise war der US-Leitindex noch unter 6500 Punkte gesackt. Im Wochenvergleich büßte der bekannteste Aktienindex rund 6 Prozent ein. An der Technologiebörse Nasdaq Chart zeigen verlor dagegen der Composite-Index Chart zeigen 0,44 Prozent auf 1293,85 Zähler, rutschte damit unter die Tiefstände von November 2007 und nahm Kurs auf die Notierungen von 2003.

Fordert zusätzliche Konjunkturprogramme: IWF-Chef-Ökonom Blanchard erwartet lange Rezession
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REUTERS

Fordert zusätzliche Konjunkturprogramme: IWF-Chef-Ökonom Blanchard erwartet lange Rezession

22.05 Uhr: Deutsche Anleger der insolventen isländischen Kaupthing-Bank warten weiter auf ihr Geld. "Wir warten weiter darauf, dass in Island eine Einigung erfolgt", sagte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Die Bundesregierung hatte dem isländischen Sicherungsfonds einen Kredit von 300 Millionen Euro angeboten, um deutsche Anleger entschädigen zu können. Der Betrag wurde aber bisher nicht in Anspruch genommen.

21.30 Uhr: In Rumänien ist das Haushaltsdefizit 2008 auf 4,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) hochgeschnellt. und hat damit die vor der Europäischen Union (EU) vorgegebene Drei-Prozent-Marke deutlich überschritten. Das teilte das rumänische Finanzministerium am Freitag mit. Ziel der Regierung in Bukarest waren 2,3 Prozent des BIP. Für dieses Jahr peilt Rumänien ein Haushaltsdefizit von 2,5 Prozent des BIP an, die EU erwartet 7,5 Prozent. Rumänien ist seit 2007 Mitglied der EU.

20.20 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat weltweit mehr Konjunkturprogramme gefordert, um die globale Wirtschaftskrise zu überwinden. Die Programme sollten bis in die Jahre 2010 und 2011 reichen und international koordiniert werden. "Es ist nunmehr offensichtlich, dass es noch lange Zeit dauern wird, bevor der wirtschaftliche Output wieder seinen normalen Stand erreicht", sagte IWF-Chef-Ökonom Olivier Blanchard.

19.50 Uhr: Bundesaußenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hat klare Regeln für Wirtschaft und Finanzmärkte gefordert. Die Krise dürfe nicht nur beschrieben, sondern müsse an den Wurzeln angepackt werden, sagte Steinmeier am Freitag vor rund 200 Zuhörern in Stralsund. "Wir müssen aufpassen, dass uns die klassische Wirtschaft nicht wegbricht", warnte er.

19 Uhr: Die 23 ehemaligen Familiengesellschafter des insolventen Modellbahnherstellers Märklin sind nicht an einem Rückkauf ihrer ehemaligen Märklin-Anteile interessiert, berichtet die Neue Württembergische Zeitung (NWZ). "An dem Gerücht ist überhaupt nichts dran, ich kenne keinen ehemaligen Gesellschafter, der an einem Rückkauf interessiert ist", sagte Allmendinger der NWZ.

18.25 Uhr: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat nicht vor, nach seiner Zeit als Chef des größten deutschen Geldinstituts für ein symbolisches Gehalt zur Schweizer Großbank UBS Chart zeigen zu wechseln. "Bei allem Patriotismus, aber da träumt wohl jemand", sagte Ackermann dem "Handelsblatt". Seine Zeit bei der Deutschen Bank Chart zeigen werde jedoch definitiv im nächsten Jahr enden. "Ich habe wiederholt erklärt, dass ich nicht länger an der Spitze der Bank stehe als bis zur Hauptversammlung 2010", sagte Ackermann.

17.45 Uhr: Der Dax Chart zeigen hat den Tag erneut mit Verlusten beendet und schloss so schwach wie seit August 2004 nicht mehr. Der deutsche Leitindex beendete den letzten Handelstag der Woche 0,8 Prozent tiefer bei 3666 Punkten. Auf Wochenbasis hat das Börsenbarometer 4,6 Prozent an Wert verloren. Händler verwiesen auf schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA. Die Zahl der Beschäftigten im Februar ging zwar mit 651.000 ungefähr wie erwartet zurück, jedoch wurden die Vormonatszahlen deutlich nach unten revidiert.

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