Dublin - Die irische Regierung will das ausufernde Etatdefizit mit einem neuen Nothaushalt in den Griff bekommen. Ministerpräsident Brian Cowan kündigte am Mittwoch an, dem Parlament die Sparmaßnahmen Anfang April vorzulegen, um die "internationale Glaubwürdigkeit" seines Landes zu verteidigen.
Irland strebt mit 9,5 Prozent der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr bereits die größte Neuverschuldung in der Euro-Zone an - aber ein dramatischer Einbruch der Steuereinnahmen um ein Viertel zu Jahresanfang gefährden selbst dieses Ziel.
Eigentlich gilt in der Euro-Zone bei der Neuverschuldung eine Obergrenze von 3 Prozent. Irland reagierte bereits im Oktober mit einem ersten Nothaushalt auf die Krise. Cowan kündigte deshalb Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen an.
Weiteres Ungemach droht den Haushaltsplanungen bereits vom Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote stieg im Februar auf 10,4 Prozent von 9,6 Prozent im Januar und erreichte damit den höchsten Stand seit rund zwölf Jahren. Dadurch kletterte die Zahl der Sozialhilfeempfänger so schnell wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen vor gut 40 Jahren.
manager-magazin.de mit Material von reuters
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