Göppingen - Der stellvertretende vorläufige Insolvenzverwalter beim Modellbahnhersteller Märklin hat dem Eigner jahrelanges Missmanagement vorgeworfen. Fritz Zanker sagte der "Südwestpresse" (Samstag), der Finanzinvestor Kingsbridge habe den Göppinger Traditionsbetrieb systematisch ausbluten lassen, um ihn zu ruinieren.
Gleichzeitig sei Schweigegeld an Märklin-Mitarbeiter gezahlt worden, um dieses Vorgehen geheim zu halten. Beim US-Finanzinvestor Kingsbridge war am Wochenende niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
Zanker kündigte dem Bericht zufolge harte Personaleinschnitte am Firmensitz in Göppingen an. Zugleich äußerte er sich besorgt über die finanzielle Lage des nicht von der Insolvenz betroffenen Märklin- Werks im ungarischen Györ. "Wenn uns Ungarn wegbricht, ist Märklin tot", sagte Zanker der Zeitung.
Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Pluta hatte sich zuletzt optimistisch über die Zukunft des Werks geäußert und konkrete Gespräche mit möglichen Käufern noch in diesem Monat angekündigt.
manager-magazin.de mit Material von dpa
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