EU-Kommission warnt Deutschland
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso warnte Deutschland eindringlich davor, gegen europäische Binnenmarktregeln zu verstoßen. "Die EU-Kommission versteht, dass die Mitgliedstaaten zu außergewöhnlichen Maßnahmen greifen, um Arbeitsplätze zu erhalten. Aber wir rufen dazu auf, dabei die Regeln des Binnenmarkts einzuhalten", sagte er dem "Hamburger Abendblatt". "Wenn Maßnahmen getroffen werden, ohne die Auswirkungen auf die Nachbarstaaten zu berücksichtigen, wird sich die Krise weiter verschärfen und es werden noch mehr Jobs verloren gehen."
Opel verlangt mehr als 1,8 Milliarden Euro Hilfe
Nach verschiedensten Medienberichten ist das Finanzloch bei Opel offenbar noch größer als befürchtet. "Opel hat erklärt, dass die Liquidität im März knapp wird und die Lage dramatisch ist", sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Der Kapitalbedarf türmt sich nach Angaben aus Regierungs- und Unternehmenskreisen auf 2,6 Milliarden Euro. Andere Berichte beziffern unter Berufung auf Insider Opels Kapitalbedarf gar auf 3,3 Milliarden Euro.
Opel selbst hatte am Freitag erklärt, mehr als die bisher kolportierten 1,8 Milliarden Euro Staatshilfe zu benötigen. Sein Unternehmen benötige einen Bürgschaftsrahmen von mehr als den ursprünglich diskutierten 1,8 Milliarden Euro in Europa, sagte Opel-Finanzchef Marco Molinari zu Reuters. Opel hatte im November einen Garantierahmen bei der Bundesregierung beantragt, um bei einer GM-Insolvenz nicht mitgerissen zu werden. Regierungskreisen zufolge will sich Opel zudem Zugriff auf 1,6 Milliarden an Krediten von der Europäischen Investitionsbank (EIB) für Forschung und Entwicklung verschaffen.
manager-magazin.de mit Material ap, afp, dpa, ddp, reuters
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