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14.01.2009
 

Krisenticker

Baustopp an welthöchstem Haus in Dubai

Motorola streicht noch mehr Stellen. Der Dow Jones lässt kräftig Federn. Die Immobilienblase in Dubai platzt. Die Fed sieht die USA weiter im Abschwung. Wegen der dramatischen Absatzkrise in den USA ist nun Westeuropa wichtigster Automarkt der Welt. Dax Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.58 Uhr: Der US-amerikanische Mobilfunkkonzern Motorola Chart zeigen wird weitere 4000 Stellen streichen. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen angekündigt, 3000 Arbeitsplätze abzubauen. Mit der jüngsten Maßnahme will Motorola 700 Millionen Dollar sparen. Das Unternehmen sieht sich von der nachlassenden Nachfrage der Verbraucher sta4rkt getroffen.

22.07 Uhr: Sorgen um die Banken und schwache Wirtschaftsdaten haben dem Dow-Jones-Index mächtig zugesetzt. Der US-Leitindex schließt 2,9 Prozent niedriger bei 8200 Punkten.

21.32: Der Bau des welthöchsten Gebäudes in Dubai wird angesichts der Finanzkrise für ein Jahr unterbrochen. Mit der vorübergehenden Einstellung der Arbeiten an dem Wolkenkratzer mit einer geplanten Höhe von einem Kilometer werde auf die veränderten Bedingungen bei Angebot und Nachfrage reagiert, teilte der staatliche Projektentwickler Nachil am Mittwoch mit. Nachil hatte bereits im November erklärt, 15 Prozent seiner Stellen abzubauen, was 500 Mitarbeitern entspricht. Schon damals deutete sich an, dass die Finanzkrise den Immobilienboom in Dubai bremst.

20.28 Uhr: Die US-Notenbank hat in ihrem jüngsten Konjunkturbericht abermals ein düsteres Bild vom Zustand der größten Volkswirtschaft der Welt gezeichnet. Um die Jahreswende herum habe sich die Wirtschaftsaktivität in beinahe allen der zwölf Bezirke der Federal Reserve weiter abgeschwächt, heißt es im "Beige Book" der Notenbank, das am Mittwoch veröffentlicht wurde. So habe der Einzelhandel ein enttäuschendes Weihnachtsgeschäft erlebt. Auch habe sich die Lage auf dem Immobilienmarkt in den meisten Bezirken in den letzten Dezemberwochen und Anfang Januar verschlechtert.

20.08 Uhr: Die weltweite Finanzkrise ist aus Sicht von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann noch nicht überwunden.Die akute Notfallhilfe der Staaten zeige inzwischen erste Wirkungen, sagte Ackermann am Mittwochabend beim Hauptstadtempfang des Unternehmens in Berlin. "Von einer Entwarnung zu sprechen, wäre jedoch verfrüht." Die Finanzkrise sei in ihrer Dimension nicht vorhersehbar gewesen. Am Vormittag hatte die Deutsche Bank einen Quartalsverlust von 4,8 Milliarden Euro bekanntgegeben. Bankchef Ackermann hatte sich seit Ausbruch der Finanzkrise lange optimistisch über ein mögliches Ende der Verwerfungen an den Märkten gezeigt.

Autoland Westeuropa: Die Region hat die USA als wichtigster Markt überholt
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AFP

Autoland Westeuropa: Die Region hat die USA als wichtigster Markt überholt

19.08 Uhr: Die internationale Finanzkrise und die schwache Konjunktur haben den Autoabsatz in Europa deutlich gedrückt. Mit 14,7 Millionen Fahrzeugen wurden im vergangenen Jahr 8 Prozent weniger Neuwagen zugelassen als im Vorjahr. Angesichts der gedrückten Konsumentenstimmung im Zuge der schlechteren Wirtschaftslage sowie der zurückhaltenden Kreditvergabe der Banken sei ein solches Ergebnis zu erwarten gewesen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch mit.

Die Verkäufe in Westeuropa gaben um 8 Prozent auf 13,6 Millionen Wagen nach, wobei sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte die Lage dramatisch verschlechterte. Dennoch überholte Europa die USA, weil der Absatz dort noch heftiger ausfiel. In den USA wurden 2008 nur 13,2 Millionen Pkw verkauft. Diese Tendenz hatte sich seit Ende November bereits abgezeichnet.

17.37 Uhr: Der Dax geht mit kräftigen Verlusten aus dem Handel und schließt bei 4422 Punkten. Das ist ein Minus von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vortag. Das schlechte Quartalsergebnis der Deutschen Bank und vorsichtige Aussichten bei Siemens hatten den gesamten Markt belastet.

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