Konjunkturforscher schlägt Prognosestopp vor
9.10 Uhr: Der japanische Autobauer Toyota
verschiebt die ab Mai 2010 geplante Produktion seines Hybrid-Autos Prius in den USA auf unbestimmte Zeit. Das fast fertiggestellte neue Werk für den Bau des Prius im Bundesstaat Mississippi werde vorerst nicht ausgerüstet, teilte Toyota am Montag (Ortszeit) mit. Das bedeute, dass sich der Anfang der Produktion wahrscheinlich verzögern werde. Grund sei die Absatzkrise in den USA. Toyota wollte den Prius eigentlich bereits Ende 2009 in den USA herstellen. Im Mai hatte das Unternehmen dann eine Verschiebung auf Mai 2010 angekündigt. Toyota hat bereits acht Werke in den USA.
9 Uhr: Die Frankfurter Börse eröffnet mit leichten Kursgewinnen. Der Leitindex Dax
gewinnt in den ersten Handelsminuten 0,6 Prozent auf 4680 Punkte. Für den Mittelwerteindex MDax
geht es um 0,5 Prozent hoch auf 5290 Zähler. Der Technologieindex TecDax
verbucht ein Plus von 1,0 Prozent auf 458 Punkte. Der Euro
notiert bei 1,3712 Dollar.
8.30 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Dienstag nach der negativen Vorgabe der Wall Street vom Vortag schwach geschlossen. Der Nikkei-225-Index
verzeichnete zum Handelsschluss einen Abschlag von 1,1 Prozent auf 8568,02 Punkte. Der breit gefasste Topix büßte 2,2 Prozent auf 828,62 Zähler ein. Die Marktteilnehmer blickten laut Händlern mit vorsichtiger Erwartung auf die anstehende Sitzung der US-Zentralbank.
8.05 Uhr: Die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro rechnet mit einer lang anhaltenden Rezession in Deutschland. "Wir müssen uns darauf einstellen, auch 2010 noch keine Rückkehr zu schönen Wachstumsraten der Vorjahre zu haben", sagte sie am Dienstag im Deutschlandfunk. Zudem rechne sie damit, dass es für das laufende und das nächste Quartal noch "negative Überraschungen" hinsichtlich des Wirtschaftswachstums geben werde. Es werde eine Zeit lang weniger schöne Nachrichten geben, allerdings seien "Panikausbrüche übertrieben". Da müsse man bis zu einem gewissen Grade durch, sagte sie.
Eine klare Meinung: Zimmermann redet einem Prognosestopp das Wort
5.50 Uhr: Die Kaufkraft der Bundesbürger stagniert einem Medienbericht zufolge im kommenden Jahr: Die Tageszeitung "Die Welt" berichtete unter Berufung auf eine Studie der GfK, dass die Deutschen 2009 pro Kopf durchschnittlich 18.946 Euro für Lebensunterhalt und Konsum ausgeben können. Das sind 210 Euro pro Person mehr als 2008 und entspricht einer Steigerung von rund 1,1 Prozent. Die voraussichtliche Inflationsquote liegt bei rund einem Prozent. Damit wird der Anstieg des privaten Wohlstands durch die prognostizierte Teuerung praktisch ausgeglichen.
manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen
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