Donnerstag, 9. Februar 2012, 07:08 Uhr

manager magazin



13.12.2008
 

Elektroantrieb

Daimler will Batteriefabrik bauen

Für die von der Krise gebeutelten Autohersteller sind umweltschonende Fahrzeugantriebe der Lichtblick am Horizont. Daimler steigt offenbar gemeinsam mit dem Industriekonzern Evonik in die Batterieproduktion ein. In drei Jahren soll unter anderem eine Elektroversion des Smart hergestellt werden.

Frankfurt am Main - Der Autobauer Daimler Chart zeigen und der Industriekonzern Evonik wollen einem Bericht zufolge gemeinsam eine Batteriefabrik in Deutschland bauen. In dem Werk sollen die Batterien für künftige Elektroautos in Großserie gebaut werden, wie das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL schreibt. Eine Daimler-Sprecherin gab dazu am Samstag keinen Kommentar ab. Die beiden Unternehmen wollen jedoch am Montag in Düsseldorf ein gemeinsames Zukunftsprojekt vorstellen.

Unter Strom: Mercedes entdeckt das Elektroauto für sich
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REUTERS

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Das Wissen für das Vorhaben stammt dem Bericht zufolge vorwiegend von der sächsischen Firma Li-Tec Battery, an der Evonik beteiligt ist. Deren Technik gelte als führend bei Lithium-Ionen-Batterien. Ein Keramikteil in den Akkus soll verhindern, dass sie bei einer Überhitzung schlagartig Feuer fangen.

Schon im Jahr 2012 sollen laut SPIEGEL Elektroversionen des Smart und später auch von Mercedes-Fahrzeugen der A- und B-Klasse in großer Stückzahl vom Band laufen. Im Laufe des kommenden Jahrzehnts, schätzt Daimler-Entwicklungschef Thomas Weber, könnten Elektrofahrzeuge in Europa einen Marktanteil von 10 Prozent erreichen.

Evonik wirbt auf seiner Webseite mit einem neuen Separator namens Separion, der aus Keramik hergestellt ist und den Akkus die nötige Sicherheit verleihen soll. Das Herstellungsverfahren sei mit 25 Patenten versehen.

Daimler will ab 2010 nicht nur ein Miniauto vom Typ Smart mit einem Elektromotor ausrüsten, sondern auch ein stromgetriebenes Mercedes-Modell auf den Markt bringen. Schon im kommenden Jahr soll eine Lithium-Ionen-Batterie in eine S-Klasse mit der Typenbezeichnung S400 Hybrid eingebaut werden. Die Kohlendioxid-Emission sollen der eines Kleinwagens entsprechen.

Die Vorteile der Lithium-Ionen-Batterie liegen laut Daimler in erster Linie in ihren extrem kompakten Abmessungen in Kombination mit einer deutlich höheren Leistungsfähigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Nickel-Metallhydrid-Batterien. Solche Batterien eigneten sich optimal für den Einsatz in Hybridfahrzeugen.

manager-magazin.de mit Material von ap

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