Für die von der Krise gebeutelten Autohersteller sind umweltschonende Fahrzeugantriebe der Lichtblick am Horizont. Daimler steigt offenbar gemeinsam mit dem Industriekonzern Evonik in die Batterieproduktion ein. In drei Jahren soll unter anderem eine Elektroversion des Smart hergestellt werden.
Frankfurt am Main - Der Autobauer Daimler
und der Industriekonzern Evonik wollen einem Bericht zufolge gemeinsam eine Batteriefabrik in Deutschland bauen. In dem Werk sollen die Batterien für künftige Elektroautos in Großserie gebaut werden, wie das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL schreibt. Eine Daimler-Sprecherin gab dazu am Samstag keinen Kommentar ab. Die beiden Unternehmen wollen jedoch am Montag in Düsseldorf ein gemeinsames Zukunftsprojekt vorstellen.
Das Wissen für das Vorhaben stammt dem Bericht zufolge vorwiegend von der sächsischen Firma Li-Tec Battery, an der Evonik beteiligt ist. Deren Technik gelte als führend bei Lithium-Ionen-Batterien. Ein Keramikteil in den Akkus soll verhindern, dass sie bei einer Überhitzung schlagartig Feuer fangen.
Schon im Jahr 2012 sollen laut SPIEGEL Elektroversionen des Smart und später auch von Mercedes-Fahrzeugen der A- und B-Klasse in großer Stückzahl vom Band laufen. Im Laufe des kommenden Jahrzehnts, schätzt Daimler-Entwicklungschef Thomas Weber, könnten Elektrofahrzeuge in Europa einen Marktanteil von 10 Prozent erreichen.
Evonik wirbt auf seiner Webseite mit einem neuen Separator namens Separion, der aus Keramik hergestellt ist und den Akkus die nötige Sicherheit verleihen soll. Das Herstellungsverfahren sei mit 25 Patenten versehen.
Die Vorteile der Lithium-Ionen-Batterie liegen laut Daimler in erster Linie in ihren extrem kompakten Abmessungen in Kombination mit einer deutlich höheren Leistungsfähigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Nickel-Metallhydrid-Batterien. Solche Batterien eigneten sich optimal für den Einsatz in Hybridfahrzeugen.
manager-magazin.de mit Material von ap
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