Der Krisenticker verabschiedet sich ins Wochenende. Ab Montag gibt es auch an dieser Stelle wieder aktuelle News zur Finanzkrise und den Folgen.
22.14 Uhr: Die US-Aktienbörsen haben nach einer Achterbahnfahrt am Freitag im Plus geschlossen. Der Dow Jones
drehte nach einem schwachen Auftakt ins Plus und ging 3,1 Prozent fester bei 8635 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 3,7 Prozent auf 876 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Composite
rückte um 4,4 Prozent auf 1509 Punkte vor. Händler machten den Rückgang beim Ölpreis sowie die Hoffnung auf Hilfen für die US-Autobauer für die späte Kurserholung verantwortlich: Da laut dem aktuellen US-Arbeitsmarktbericht allein im November 522.000 Jobs in den USA gestrichen worden sind, spekulieren Anleger auf späte Milliardenkredite für die US-Autoindustrie. Bei GM, Ford und Chrysler arbeiten rund 250.000 Menschen.
22.06 Uhr: Dem US-Bundesstaat Kalifornien droht bereits im Februar oder März das Geld auszugehen. Das geht aus einem Schreiben des Leiters der Finanzabteilung an führende Politiker hervor. Zudem fehlten dem Bundesstaat 15 Milliarden Dollar zum Ende des Fiskaljahres im Juni, wenn die Haushaltslücke von 11,2 Milliarden Dollar nicht geschlossen werde. Falls der republikanische Gouverneur Arnold Schwarzenegger das milliardengroße Loch nicht bald stopfen könne, müsste Kalifornien im März unter Umständen Zahlungen an seine Kreditgeber verschieben.
21.01 Uhr: An der Wall Street drehen die Kurse nach anfänglichen Verlusten deutlich ins Plus. Der Dow Jones
notiert 1,9 Prozent höher bei 8534 Punkten.
20.10 Uhr: Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) schlägt in der Debatte über Maßnahmen gegen die Rezession ein 4,6- Milliarden-Euro-Programm für Bildungseinrichtungen vor. Nach ihren Vorstellungen soll jede Schule in Deutschland 100.000 Euro und jede Hochschule 500.000 Euro vom Staat erhalten, um schnell notwendige Renovierungen und Modernisierungen anzustoßen. Schavan sagte der "Süddeutschen Zeitung", sollten Anfang 2009 weitere Maßnahmen gegen die Rezession nötig werden, müsse die Regierung einen "ganz großen Treffer" setzen.
4,6 Milliarden Euro für die Bildung? Ministerin Schavan kann es sich offenbar vorstellen
17.40 Uhr: Der Dax
schließt mit minus 4 Prozent bei 4381 Punkten. Als Hauptgrund für die Tagesverluste nennen Händler die miesen US-Jobdaten, die am Nachmittag veröffentlicht worden waren.
17.35 Uhr: Die angeschlagene Opel-Mutter General Motors will in drei Werken in Nordamerika ihre Produktion drosseln. Damit reagiert der Autobauer aus Detroit auf die im November noch einmal drastisch gesunkene Nachfrage. "Wir schrumpfen, weil der Markt schrumpft", sagte ein GM-Sprecher am Freitag. Betroffen seien in den USA Werke in Michigan und Ohio sowie eine Fabrik im kanadischen Ontario. Hier werde im Februar jeweils eine Woche eine Schicht gestrichen. Fast 2000 gewerkschaftlich organisierte Arbeiter sind davon betroffen.
16.45 Uhr: Die Krise der Autoindustrie hat BMW und Daimler
15.45 Uhr: An der Wall Street drehen die Indizes zur Handelseröffnung ins Minus. Grund sind die schlechten US-Jobdaten, die am Nachmittag bereits Frankfurt auf die Stimmung gedrückt hatten. Der Dow Jones
liegt etwa eine Viertelstunde nach Handelsbeginn mit 1,2 Prozent im Minus bei 8265 Punkten.
15 Uhr: Die angeschlagene BayernLBwird die geplante Kapitalerhöhung von 700 Millionen Euro bei der Hypo Group Alpe Adria fast alleine zeichnen. Die GRAWE-Gruppe und das Land Kärnten werden nicht mitziehen, sagte eine Sprecherin der Hypo am Freitag. Die Hypo hat mit zuletzt 5,5 Prozent eine der niedrigsten Kernkapitalquoten des Sektors. Der Anteil der BayernLB beträgt derzeit 57,49 Prozent und wird sich nach der Kapitalerhöhung dementsprechend erhöhen.
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