Experte: Zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet
Mercedes-Benz-Vertriebschef Klaus Maier sagte "auto motor und sport", die aktuellen Sprünge der Märkte müssten mit einer flexiblen Produktion kompensiert werden. "Unser Ziel ist es, die Bestände auf möglichst niedrigem Niveau zu halten."
Wegen der schwächelnden Autokonjunktur hatte der Konzern bereits Anfang August angekündigt, in mehreren deutschen Werken sowie im US-Werk Tuscaloosa Schichten oder immer wieder einzelne Produktionstage zu streichen.
Der Konzernvertriebschef von Volkswagen
, Detlef Wittig, sagte "auto motor und sport", der Zeitraum bis ins Jahr 2010 werde "herausfordernd" sein. VW rechne aber weiterhin damit, dass der Absatz im laufenden Jahr über dem Vorjahr liegen werde, wenn auch nur in einem moderaten einstelligen Prozentbereich.
2009 wolle der VW-Konzern den Absatz des Jahres 2008 halten. Wittig sagte zudem, VW plane keine großen Produktionskürzungen. "Wir profitieren glücklicherweise noch von langen Lieferzeiten und werden diese nun verkürzen können."
Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen sagte dem Bremer "Weser-Kurier", die Krise werde ihre Spuren bei den Arbeitsplätzen in der deutschen Autoindustrie hinterlassen. "Bei Herstellern und Zulieferern werden viele ihren Arbeitsplatz verlieren." Die Autokrise werde vom Kleinwagenhersteller bis zu Porsche oder Ferrari alle erfassen, denn "wir geraten in die größte Krise seit der ersten Ölkrise 1973".
manager-magazin.de mit Material von dpa
© manager magazin online 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH