Hamburg - Die Autoindustrie stellt sich angesichts der Absatzkrise in wichtigen Märkten und den Turbulenzen in der Finanzbranche auf schwierige Zeiten ein. Aus Sicht von VW wird die Flaute bis ins Jahr 2010 anhalten. Der Stuttgarter Autobauer Daimler
schloss eine weitere Drosselung der Produktion nicht aus. Der schwer angeschlagene US-Autoriese General Motors (GM)
kämpft mit einem Absatzeinbruch auch in Europa, plant derzeit aber keine Werksschließungen in Deutschland.
Der Autoindustrie machen derzeit Absatzrückgänge vor allem in den USA und Westeuropa zu schaffen. Zudem hat sich das Wachstum in Boom-Märkten wie China verlangsamt. Verschiedene Autobauer hatten bereits ihre Absatzprognosen gesenkt und ihre Produktion zurückgefahren. Die US-Autobauer GM, Chrysler und Ford
kämpfen ums Überleben.
Die Opel-Mutter GM, die Milliardenverluste schreibt und dringend frisches Geld benötigt, stellte ihre Geländewagenmarke Hummer offiziell zum Verkauf. An Interessenten seien entsprechende Unterlagen versandt worden, bestätigte eine Hummer-Sprecherin dem "Wall Street Journal". Der Konzern verhandelt laut Berichten zudem mit dem Konkurrenten Chrysler über einen Zusammenschluss.
GM-Europachef Carl-Peter Forster sagte der Branchenzeitung "Automobilwoche", der Autobauer habe derzeit bis zu 30 Prozent mehr Autos auf Halde als sonst. Um die Überkapazitäten abzubauen, kündigte Forster weitere kurzfristige Produktionskorrekturen an.
Die Beschäftigten der deutschen GM-Tochter Opel müssen sich aber nach Worten von GM-Vize Fritz Henderson keine Sorgen über mögliche Werksschließungen machen. Henderson sagte dem Magazin "auto motor und sport", gerade die deutschen Werke seien zwar teuer, aber ausgesprochen effizient und lieferten hohe Qualität. GM habe keine anderen Pläne, als diese Werke noch produktiver zu machen. Gleichwohl sei dies keine Garantie für alle Zeiten.
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