Öffentliche Mittel für horrende Managergehälter?
Der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel hat sich unterdesen für Einschränkungen der Managergehälter ausgesprochen. "Es ist ökonomisch und politisch richtig, die Vergabe von staatlichen Mitteln zur Rekapitalisierung notleidender Banken an Bedingungen zu knüpfen", sagte Hickel am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Schließlich ist es nicht einzusehen, dass über öffentliche Mittel horrende Managergehälter am Ende subventioniert werden." Eine generelle Beschränkung der Gehälter auf eine halbe Million Euro pro Jahr halte er jedoch für ökonomisch nicht rational.
Das Finanzministerium kann laut dem Gesetz zum Rettungspaket einer Bank Anforderungen zur "Vergütung ihrer Organe, Angestellten und wesentlichen Erfüllungsgehilfen" stellen, wenn diese die Hilfe des Staates in Anspruch nimmt. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) brachte eine Obergrenze von 500.000 Euro Jahresgehalt ins Spiel.
Mit der Zahlung großer Beträge scheint sich im Übrigen auch Bundetagspräsident Norbert Lammert intensiv beschäftigt zu haben. So schloss der die Abstimmung der namentlichen Abstimmung über einen Änderungsantrag der Grünen zum Rettungspaket für die Banken mit den Worten: "Dann schließe ich die Abstimmung, bitte die Schriftführerinnen und Schriftführer mit der Auszahlung zu beginnen."
manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen
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