Steinbrück fordert stärkere internationale Regulierung
Als Konsequenz aus der Krise forderte Steinbrück weltweit "neue Verkehrsregeln" und staatliche Regulierungen für die Finanzmärkte. Es gehe um eine Art neue "Zivilisierung" dieser Märkte. Vor allem sollten besonders risikoträchtige Geschäfte stärker abgesichert oder teils gar verboten werden. Die richtige Antwort sei "eine stärkere, international abgestimmte Regulierung auf internationaler Ebene".
Steinbrück legte einen Katalog von acht Vorschlägen vor, für die er sich international, wie bei den Treffen am Rande der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) einsetzen will.
Im einzelnen müsse verhindert werden, dass Risiken außerhalb der Banken-Bilanzen platziert werden können, sagte Steinbrück. Die Banken müssten eine größere Liquiditätsvorsorge treffen und die verantwortlichen Finanzmarktakteure stärker in persönliche Haftung für ihre Geschäfte genommen werden. Das Renditestreben müsse zugunsten von mehr Risikogewichtung zurückgedrängt werden.
Die internationalen Gremien, wie das Forum für Finanzstabilität (FSF) und der IWF, sollten enger vernetzt werden. Spekulative Leerverkäufe möchte Steinbrück ganz auf internationaler Ebene verbieten. Die Banken sollten bei Verbriefung bis zu 20 Prozent des Risikos in den eigenen Büchern halten müssten. Und schließlich bedürfe es einer europäischen Harmonisierung der Banken- und Finanzmarktaufsicht.
manager-magazin.de mit Material von reuters
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